Snowboardkauf

02.09.2008

Anfängerboards, Neues oder Gebrauchtes Snowboard kaufen, Testen und Verleih von Snowboards


1. NEU ODER GEBRAUCHT?

Bevor Ihr Euch Material kauft, stellt Euch folgende Fragen:
  • Seid Ihr schon ausgewachsen?
  • Wollt ihr fix beim Snowboarden bleiben oder erst mal probieren?
  • Wie oft kommt ihr zum Snowboarden?
  • Wisst Ihr schon für welchen Einsatzbereich euer Board sein soll?

Die Vorteile beim Neukauf

  • Ihr habt Garantie, z.B. bei Bruch des Boards
  • Ihr könnt  euch kompetent beraten lassen
  • Materialien und Verarbeitung entsprechen den neuesten Technologien

Die Vorteile beim Gebrauchtkauf
  • Ihr spart eventuell Geld
  • Der Wertverlust mit der Zeit ist geringer als bei Neumaterial



2. TIPPS ZUM GEBRAUCHT KAUF
Fragt unbedingt wie alt das Material ist. Wenn Ihr nicht sicher seid, ob die Antwort stimmt, könnt Ihr z.B. in unserem Snowboard-Forum posten, ob Euch jemand weiterhelfen kann. Allerdings gibt es inzwischen so viele Snowboardmarken, von denen manche nur kurz existieren, dass es bei unbekannten Marken schwierig ist, das genaue Alter herauszufinden.

Folgende Stellen solltet Ihr am Board genauer betrachten:
  • Vorspannung
Auf einem ebenen Untergrund darf das Brett in der Mitte nicht komplett aufliegen, sonst hat es seine Spannung verloren
  • Belag
Kleine Kratzer (bis 1 mm Tiefe) stören wenig, größere Kratzer im Belag sollten repariert werden.
  • Kanten
Lassen sich die Kanten noch schleifen oder sind sie komplett abgenutzt?
Finger weg von Boards mit Löchern in den Kanten oder gar abstehenden Stahlkanten.
  • Gewinde (Inserts) für die Bindung
Vielleicht wollt Ihr Eure Bindung nicht in der Position montieren, wie sie gerade auf dem Board montiert ist. Prüft am besten alle Gewindelöcher auf dem Board mit einer der Bindungsschrauben, ob sie auch nicht vermurkst sind.
  • Generell
Hat das Board Risse oder löst sich der Belag ab?

Achtet bei der Bindung auf:
  • Schnallen:
Lassen sich alle Schnallen noch öffnen und schließen?
Sind die Schnallen komplett oder sind Teile abgebrochen?
Sind noch Zähne auf den Ratschenbändern?
  • Generell:
Sind an den Plastikteilen der Bindung Risse zu sehen?

Schaut auch die Boots genauer an:
  • Innenschuh:
Hat der Innenschuh Verformungen die drücken?
  • Ösen:
Funktionieren alle Ösen zum zuschnüren?
  • Nähte:
Sind alle Nähte in Ordnung oder gibts schon Löcher wo Wasser eindringen kann?



3. MATERIAL ZUSAMMENSTELLUNG
Informiert Euch über den aktuellen Stand des Snowboardmaterials. Es wäre Schade, wenn Ihr Euch mit uraltem Material herumquälen müsst, z.B. schwere Boards oder komplizierte Bindungen. Für ein paar Euro mehr bekommt Ihr Material, dass euch den Spaß am boarden verdreifacht!

Tipp:
Wenn Ihr Board, Boots und Bindung getrennt kauft, denkt daran, dass die Boots in die Bindung passen müssen. Ein 40er Softboot wird kaum in eine Kinder-Softbindung passen. Gerade bei großen Schuhen muss das Brett breit genug sein, damit die Schuhe nicht länger als das Board sind und beim Fahren störend über die Kanten stehen. Selten gibt es auch noch alte Bindungssysteme, die nicht in die Gewindebohrungen der aktuellen Boards passen.
Achtung: Burton verwendet ein 3-Loch System, alle anderen Hersteller ein 4x4 System.



4. PREISSPANNE FÜR ANFÄNGERAUSRÜSTUNG
Der Markt boomt, die Preise für Neumaterial sind in den letzten Jahren stark gefallen. Anfängerausrüstungen gibt es im Billig-Set (Board, Schuhe, Bindung) manchmal schon für 200 Euro. Allerdings sind solche Sets meist von niedriger Qualität. Die Schuhe sollten wirklich gut passen und möglichst kurz geschnitten sein, um ein Überstehen zu vermeiden.
Bei den Boards werden manchmal billige Schaumkerne statt durchgehenden Holzkernen verwendet. Kauft auf keinen Fall irgendein Material, nur weil es superbillig ist. Ein zu langes Board oder drückende Schuhe verderben schnell den Spaß.



5. LEIHEN, TESTEN ODER KAUFEN?
Für die ersten Versuche kann das Ausleihen des Materials die günstigere Alternative sein. Sollte euch Snowboarden wider erwarten keinen Spaß machen, steht sonst das neue Board die nächsten zehn Jahre in einer einsamen Kellerecke.
Aber es wird euch Spaß machen und dann wollt Ihr sicher bald ein cooleres und besseres Board. Da Snowboarden schnell zu lernen ist, kann das schon nach ein paar Tagen boarden der Fall sein. Auch hier grüßt die Kellerecke.

Tipps:
Fragt doch beim Boardausleihen einfach mal nach, ob Ihr bei anschließendem Kauf eines Boards Rabatt bekommt! Die Leihpreise für Board und Schuh liegt normal zwischen 30 und 50 Euro.
Viele Firmen bieten überdies Tests an. Gerade zu Beginn der Saison gibt es jede Menge Testcenter auf den Gletschern, wo ihr das neueste Material ausprobieren könnt. Einige Skigebiete verfügen auch über fixe Testcenter der verschiedenen Hersteller.
Checkt auch unseren Terminkalender.