Test Loaded Algernon Snowboard

17.01.2016 - TOPSTORY

Die Skatebrand Loaded bringt mit dem Algernon erstmals auch ein Snowboard auf den Markt. Das Besondere daran, dass es über den gesamten Querschnitt aus einem Bambus-Holzkern aufgebaut ist

Die Skatebrand Loaded erweitert mit dem Algernon Snowboard ihren California Longboard-Style auf den Schnee. Die Spezialisten für Downhill, Freestyle und Carving Skateboards haben ein Snowboard entwickelt, dass über den gesamten Querschnitt aus einem Bambus-Holzkern aufgebaut ist. Dabei reicht der Kern seitlich bis an die Kanten, weshalb man auf klassische ABS Seitenwangen verzichten konnte. Lediglich ein Fiberglass Layer als Ober- und Untergurt unterstützt den Kern beim Flexverhalten in länglicher und torsionaler Richtung.
Das Konzept klingt spannend und wir waren ziemlich neugierig auf die ersten Testfahrten in Saalbach Hinterglemm. Schon beim montieren der Bindung fiel ein weiteres Feature auf. Unter den Bindungen wechselt der Topsheetbelag von Holz auf Kork um Vibrationen besser zu dämpfen. Der Kork fügt sich wunderschön nahtlos in die Holzoberfläche und unterstützt die edle Optik des Algernon. Die Kanten wirken extrem scharf und sind relativ dick ausgeführt. Der Directional-Twin Shape hat eine klassische Camber Vorspannung mit einem early rise in der Nose für extra Auftrieb im Powder. Loaded nennt ihn „Mustache Camber“

Loaded Algernon besteht aus einem durchgehenden Bambuskern. Unter den Bindungen kommt Kork zum Einsatz, der Vibrationen dämpfen soll.

Am Schnee bestätigt sich der erste Eindruck der Kanten. Das Algernon zieht nicht zuletzt dank des Camber Profils sehr laufruhig auf der Kante und lässt sich auch von den Eisplatten der Kunstschneepisten nicht aus der Ruhe bringen. Trotzdem ist es nicht zu aggressiv und lässt genügend Spielraum für Tricks. Auffallend ist der enorme Pop mit sehr viel Druck im Tail. Kleine Ollies auf der Piste machen extrem viel Spaß und bei Cab-Tricks bekommt man richtig viel Pop und Höhe. Unser Testboard in 157cm wurde auf eine Schuhgröße von 41 bis 44.5 abgestimmt. Loaded geht hier eigene Wege und definiert die Boardlänge in erster Linie über die Schuhgröße. Mit 150, 154, 157 und einem 160wide sollte jeder Fahrer ein optimales Gerät für seine Ansprüche finden. Den einzigen Kritikpunkt fanden wir im relativ langsamen Belag ab Werk, zumindest auf Kunstschnee. Beim genauen Betrachten sah man, dass das Board dringend eine Portion Heißwachs nötig hatte. Ab dann gab es kein Halten mehr.

Der Cambershape mit early Rise in der Nose hat enormen Pop und einem moderat härteren Flex
Dezentes aber edles Base Design. Sogar auf ein Logobranding wird verzichtet

Beim Algernon hat Loaded sichtlich viel Entwicklungsarbeit und Liebe investiert was sich auf jedenfall bezahlt macht. Der komplette Bambuskern sieht nicht nur edel aus, sondern will auch ordentlich geshreddet werden. Für € 699,95 bekommt man ein high-end Snowboard made in California, das sich deutlich von der Masse abhebt. Mit einem nachhaltigen Vetriebskonzept wird das Algernon auch nicht jede Saison neu aufgelegt, sondern bleibt bis auf weiteres in der Range.


Weitere Links zum Thema:
http://loadedboards.com