Wolle Nyvelt & seine Leidenschaft

22.09.2011

Der gebürtige Salzburger ist schon seit Anfang an bei der Absinthe Filmcrew mit dabei. Nachdem er voriges Jahr eine Zeit lang ausgesetzt hat, ist er nun wieder back. Zum quasi zwölften Geburtstag der schweizer Moviemaker ist uns der Pro Rede und Antwort gestanden.

Steckbrief:

Geboren am: 27.12.1977
Hometown: Mayrhofen, Zillertal
Homemountain: Penken
Hobbys: Skaten, Surfen, Gründungsmitglied der Ästhetiker Crew
Snowboarden seit: 1993
Setup(board,binding,boot): Freestyle
Stance: Goofy
Favourite Trick: bs air
Best Results: Rider of the Year 2008, 3nd air&style qp99, 2nd Air&style corner 00
Sponsors: Billabong, Salomon, Vans, Dakine, Dragon

http://images.planet-sports.com

Wie bist du überhaupt zu Absinthe Films gekommen?
Ich habe schon vorher sehr lange Zeit fotografiert und ich bin mit den Jungs gemeinsam auf Trips gangen. Nach einiger Zeit haben dann der Justin Hostynek und der Patrick Armbruster beschlossen eine Filmagentur zu gründen und da wir schon vorher zammen auf Trips gegangen sind und gute Freunde waren, hat sich das dann so ergeben. Das war halt perfekt für die europäische Szene, weil so haben wir alle eine Chance bekommen für so ein großes Movie zu filmen und der Justin hat dann so zu sagen die europäischen Fahrer mit die Amerikaner zusammengebracht und das ist meiner Meinung nach eine super Sache.

Du hast ja auch beim neuesten Film wieder geniale Rides hingelegt....Was geht da eigentlich in einem vor wenn man irgendwo runter shreddet?
Puhh....schwierig zu sagen aber ich denke mal für mich persönlich is das Highlight Alaska. Vor allem denkt man sich das das geniale is so viel Freiheit zu haben, deine Runs selbst zu wählen. Oder zum Beispiel mit einem Helikopter innerhalb von 1 min. ganz oben auf der Spitze im Nirgendwo ausgesetzt zu werden. Also die Impressionen von Alaska sind das Beste vom ganzen Jahr, obwohl man in Europa genauso gute Schneegebiete hat.

Was motiviert dich beim Boarden?
Haha... natürlich das Boarden selbst! Na halt guter Schnee mit Freunde ab zu hängen spaß zu haben. mich freuts immer in de Berge zu gehen und neue Gebiete zu entdecken, neue Sachen zu fahren das ist halt die Challange dabei und halt schauen das man gesund bleibt.

Ist dir Musik wichtig beim Boarden? Was für Musik hörst du?
Hmm....Reggae, Skatepunk. usw. aber beim Boarden ist mir Musik eigentlich nicht so wichtig. Das einzige mal wenn ich Musik höre, ist wenn im Snowpark welche gespielt wird. Im Großen und Ganzen, will ich aber hören was im Publikum abgeht.

Was hältst du von der österreichischen Snowboardszene?
Die ist super! Es gibt viele Nachwuchsboarder wie beispielsweise Werner Stock, es gibt super Talente da in Österreich! Man kann das natürlich nicht vergleichen mit den USA aber wir haben das Glück das wir gute Berge haben, obwohl das vielleicht auch oft ein Hindernis für viele ist. In Finnland beispielsweise verreist gleich jeder, um in der Boarderszene bekannt zu werden und die kennt dann auch gleich mal jeder und in Österreich kann man daheim bleiben. Also es kennt dich vielleicht dann Keiner aber du machst vielleicht trotzdem deine besten Runs im Leben. In andere Länder is da vielleicht mehr die Motivation dabei, dass man das professionell macht und reist.

Tipps für die BoarderInnen da draußen?
Des wichtigste gesund zu bleiben und aufpassen das man keinen Blödsinn macht und chargen was halt geht, das man einfach Spaß hat. Aja und es ist nicht notwendig, dass man Snowboardpro in Österreich wird. Man kann trotzdem gute Runs fahren!

Was sind deine Ziele für die kommende Saison?
Vor allem Gesundheit nachdem ich ja letzes Jahr ein gutes Jahr ausgesetzt habe.... und ich Hoffe vor allem auf guten Schnee. Hoffen wir auf einen guten Winter!

Übrigends stellt Wolle seit zwei Jahren eigene Boards her. Die so genannten „pow surfers“ sind Boards ohne Bindung, um auch im Schnee das „surfy feeling“ zu haben.

By: Lisa Miriam Preslmayer