Air+Style Gewinner

03.02.2008

Super Einstand für den Air+Style bei der Rückkehr zum Bergisel. 24 Toprider zeigten Quarterpipe Action auf höchstem Niveau

Kevin Pearce gewinnt nach dem Air+Style in München nun auch den Billabong Air+Style Quarterpipe Contest in Innsbruck. Damit holt er sich den zweiten Ring of Glory innerhalb von zwei Monaten. Im Finale zeigt der 20 Jährige Amerikaner einen Alley Oop Backside 540 in über 7 Metern Höhe.

Der Ring of Glory - Kevin Pearce hat jetzt zwei davon
Pic by snowboard.AG

Platz zwei geht an seinen Landsmann Scotty Lago mit einem Frontside 720 vor Peetu Piiroinen (FIN), der einen BS 5 Tailgrab hinstellte.

Das Verletzungspech aus dem Vorfeld dauerte auch während des Contests an. Viele Rider gingen ans Limit und büsten dies mit harten Slams am Coping. So auch Jack Mitrani, der sich nach kurzem Spitalsbesuch aufgrund einer Arschbombe aus 10 Metern Höhe, trotzdem seinen Preis für den Swatch Highest Air persönlich abholen konnte. Auch Kim Rune Hansen, der Sieger des Quarterpipe-Events in Davos musste den Sanitätern ins Spital folgen.

Zaha Hadid hat schon gewusst, dass der A+S zurückkommt, als sie das neue Stadion mit diesem Ausblick bedacht hat.
Pic by snowboard.AG
Kevin Pearce macht Freudensprünge und heißt den Air+Style gemeinsam mit 12.000 Zusehern herzlich Willkommen zurück in Innsbruck, Pic by Oliver Kurzemann

Wirklich ärgern dürfen sich die Finnen, denn schon wieder sind sie knapp am ersten Air&Style Sieg vorbeigeschlittert. Sowohl Antti Autti hatte mit seinem Inverted 7er und 9er Versuchen alle Trümpfe in der Hand, als auch Peetu Piiroinen. Der kleineste Mann im Starterfeld ist aber trotzdem zufrieden mit seinem dritten Platz.

Zwischen der Quali und dem Finale heizten Dynamite Deluxe die ausverkauften Ränge an. Als krönender Abschluss trieben Queens of the Stoneage den Zusehern die letzte Kälte aus den Knochen.
Ungewohnt aber nicht störend war, dass es keinen Sports-Side-Event gab. Nur 100% Snowboarden, aber das ist auch gut so!

Wie in alten Zeiten gehörte die Innsbrucker Innenstadt im Anschluss dem Partyvolk. Gröllen hörte man es auf allen Gassen, denn sämtliche Clubs waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

Little Rockstars, Pic by snowboard.AG
Die B-Bong Boys: Antti und Risto, Pic by snowboard.AG
Terje Haakonson hat leicht lachen - sein Weltrekord wurde nicht geknackt

Unser Fazit:
Der Billabong Air+Style 2008 in Innsbruck demonstrierte die perfekte Rückkehr eines Snowboard Contest, der wirklich hier her gehört! Auch wenn der Event kleiner als Seinerzeit und auch kleiner als in München aufgebaut war, kochte das Stadion wie nirgendwo anders.

Dadurch das die Quarter einen Teil der Ränge abdeckt und "nur" 12.000 Zuseher gut Platz finden, geht ein wenig von der legendären Kesselwirkung verloren. Aber trotzdem wirkt es um vieles besser als zB. in Seefeld und auch München.

Wir freuen uns auf 2009!