FIS Worldcup London Big Air
Janne Korpi (FIN) hat sich vor 17.000 Zuschauern zum König des ersten Big Air Weltcups der laufenden LG Snowboard FIS Weltcup-Saison gekrönt. Der Finne, der auch schon im August den ersten Halfpipe-Wettbewerb in Neuseeland für sich entschieden hatte, sicherte sich in London, direkt neben den imposanten vier Türmen der Battersea Power Station, mit 184 von 200 möglichen Punkten den fünften Big Air-Sieg seiner Karriere. Der 25-Jährige verwies den Vorjahresdritten Seppe Smits (BEL, 182.2) mit gerade einmal 1,8 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Joris Ouwerkerk (NED) wurde bei seinem dritten Weltcup-Start mit 152.8 Punkten Überraschungsdritter.
Korpi baute dank seines zweiten Saisonsieges, dem insgesamt neunten seiner Karriere, auch die Führung im Kampf um den Titel für den besten Freestyle-Snowboarder der Saison aus. Dementsprechend zufrieden strahlte der in Vihti geborene Rider nach dem Finale in die Kameras.
„Ich bin überglücklich. Gestern lief es bei mir noch gar nicht zusammen. Aber nach den letzten Trainingsruns kurz vor dem Finale wusste ich, dass ich heute eine Chance haben würde. Ich habe alle Tricks gelandet und habe mich ziemlich sicher gefühlt.“
Erstklassiges Riding im Finale
Der Finne setze sich mit einem frontside 1080 double cork melon und einem switch backside 1260 mute gegen die internationale Konkurrenz durch, die ihrerseits zahlreicher 1080 double corks und 12er einstreute.
„Das Level war heute krass“, fasste dann auch Seppe Smits zusammen, der sich im Vergleich zum letzten Jahr um einen Platz verbessern konnte. „Ich bin super stoked, dass ich meinen cab 1260 mute inverted und meinen backside 1260 mute landen konnte. Das ist großartig.“
Anders als Korpi wird der Belgier allerdings nicht in wenigen Tagen beim Halfpipe-Contest in Saas-Fee (2. und 3. November) aufschlagen. „Ich konzentriere mich voll auf Slopestyle und Big Air“, so der 20-Jährige.
Ähnlich hält es auch Joris Ouwerkerk, der heute allerdings vor allem von sich selbst überrascht war. „Ich hätte nie gedacht, dass ich aufs Podium komme. Ich könnte nicht glücklicher sein“, so das 19-jährige Talent aus den Niederlanden, das sich seinen Platz bei der Champagnerdusche mit einem cab 900 double cork und einem backside 1080 double cork mute verdient hatte.



