FIS Worldcup Saas-Fee Halfpipe
Queralt Castellet (ESP) und Iouri Podladtchikov (SUI) haben den zweiten Halfpipe-Wettbewerb der laufenden LG Snowboard FIS Weltcup-Saison gewonnen. Die 21-jährige Riderin aus Katalonien sicherte sich in der Damen-Konkurrenz von Saas-Fee ihren zweiten Weltcup-Sieg mit 87 von 100 möglichen Punkten und verwies damit Sophie Rodriguez (FRA, 75,3), die vor einer Woche noch den Europacup auf dem Allalin Gletscher für sich entschieden hatte, auf Platz zwei. Ursina Haller (SUI, 75) rundete als Dritte das Podium ab. Bei den Männern waren 95,3 Punkte gleichbedeutend mit dem zweiten Sieg für Iouri Podladtchikov beim seit dem Vorjahr mit „Allalin 360“ betitelten Freestyle-Event. Wie im schon 2010 musste sich Ryo Aono (JPN, 91,3) mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Janne Korpi (FIN, 87) wurde Dritter.
Alle sechs Podium-Rider, wie auch die übrigen drei Frauen und neun Männer des Finales, hatten während der beiden Runs mit zum Teil böigen Wind zu tun gehabt, der wieder einmal Teil des höchstgelegenen Wettbewerbs der weltweiten Contest-Serie war, konnten aber allesamt mit hochklassigem Riding überzeugen.
Vorneweg Iouri Podladtchikov, der vor seinem letzten Run lange Zeit im Schnee sitzend wartete, ehe er ein windstilles Fenster nutze, um zum Sieglauf anzusetzen. Mit einem backside 900 mute to frontside 1080 tail, cab 1080 tail, frontside 540 indy und einem backside air fing der 23-Jährige noch den bis dato in Führung liegenden Japaner Ryo Aono ab, der als letzter Starter des Feldes nicht mehr kontern konnte (frontside lien, backside 900, frontside 1080, cab 1080, frontside 900 tail, backside 540 mute).
„Ich war voll gelassen, habe The Doors gehört“, so iPod nach dem Finale. „Ich habe wie schon bei meinem Sieg vor vier Jahren gefühlt, dass ich gewinnen würde. Das ist komisch, denn es war nicht leicht. Die Pipe ist eisig und mit dem Wind war es schwer. Aber die Pipe-Crew hat unglaubliche Arbeit geleistet und heute eine perfekte Pipe vorbereitet gehabt. Solche Runs habe ich auch im Training selten. Das war schon ein Wow-Run für mich.“
Mit dem Sieg machte der Olympia-Vierte von Vancouver auch das Vorjahr vergessen, als er sich an selber Stelle die Syndesmose-Bänder gerissen hatte. „Ich hatte zu viel gewollt. Von daher habe ich es dieses Mal gelassener angehen lassen. Ich bin überglücklich.“




