Gimpl holt sich den BigAir Gesamt-Worldcup

11.02.2008

Stefan Gimpl gewinnt auch den Bewerb in Moskau und holt sich zum zweiten Mal nach 2006 den Big Air Gesamt-Worldcup

Stefan Gimpl sichert sich mit drittem Sieg in Folge vorzeitig den Big Air Weltcup

Beim fünften und vorletzten Big Air des Worldcups 2007/2008 hat Stefan Gimpl einmal mehr bewiesen, dass er in Sachen Konstanz im Big Air eine Bank ist. Der 28-jährige Österreicher dominierte nicht nur in eindrucksvoller Manier den Wettbewerb in Moskau, sondern sicherte sich dank des dritten Saisonerfolges in Folge (nach Sofia und Graz) auch vorzeitig den Sieg in der Weltcup-Wertung.

Für Stefan ist es nach 2006 bereits die zweite Kristallkugel. Zweiter vor 25.000 begeisterten Zuschauern vor dem Hauptgebäude der Staatsuniversität von Moskau wurde der erst 15-jährige Roope Tonteri (FIN), der bei seiner zweiten Weltcup-Teilnahme gleich ins große Finale einziehen konnte. Als Dritter rundete Sindre Iversen aus Norwegen das Podium ab, der sich im kleinen Finale gegen den Belgier Seppe Smits hatte durchsetzen können.

Stefan Gimpl hoch über Moskau

Dass Gimpl sich allerdings heute schon über den Weltcup-Sieg freuen durfte war während der Qualifikation noch nicht absehbar gewesen. "Da hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Ich musste ein bisschen um das Finale schwitzen", so der Salzburger. Dort schaltete er im Achtelfinale erst seinen Landsmann Stefan Falkeis aus, ehe der Vorjahresdritte von Moskau Matevz Petek (SLO) und wenig später Seppe Smits im Halbfinale das Nachsehen hatten. Dort zeigte das Snowboard-Urgestein mit einem perfekt ausgeführten "Cab 9" den bestbewerteten Trick des Abends (27.1 Punkte).

Das Finale gegen das Talent Tonteri geriet dann zu einem Duell der Generationen, da der junge Finne beinahe halb so alt wie sein Kontrahent war. Tonteri riskierte alles und versuchte sich zwei Mal an einem "Cab 12", verpatzte aber jeweils die Landung, so dass Gimpl nach einem gelungenen "Cab 9" im ersten Run den Zuschauern noch zum Abschluss des Finales einen stylishen "Backside 5" präsentieren konnte. "Es war ein super Wettkampf heute. Die Zuschauer waren einmalig. Mein Vorteil heute war, dass ich hoch springen konnte", fasste der frisch gebackene Weltcup-Sieger zusammen.

Doch trotz der zweiten Kristallkugel klang doch ein wenig Bedauern durch: "Es ist nur schade, dass Janne (Korpi, FIN) nicht mitmachen konnte", da der bis zum heutigen Bewerb einzige Konkurrent aufgrund einer Knieverletzung vom letzten Halfpipe-Wettbewerb in Bardonecchia zu einer Regenerationspause gezwungen worden war. "Aber es taugt mir natürlich, dass ich den Weltcup schon heute eingefahren habe. Allerdings hat man heute erneut sehen können, dass viele gute junge Fahrer nach kommen. Es wird in den nächsten Jahren nicht leichter für mich", orakelte Gimpl abschließend.

Eine Kostprobe von eben diesem Können zeigte Iversen. Der der 17-jährige Norweger, der sich heute über sein bislang bestes Resultat freuen durfte, stellte im Kampf um Platz drei einen beeindruckenden "Backside 9 indy nosebone" in den Schnee.

Stefan zweimal ganz oben, Tagessieg in Moskau und Sieg in der Gesamtwertung