Worldcup Sungwoo

17.02.2008

Der Worldcup stoppte am Wochenende in Korea mit je einem Halfpipe und PGS Bewerb. Österreich, Japan und China dominierten

Worldcup in Sungwoo / Korea
16. - 17. Februar 2008

PGS


Mit einem österreichischen Doppelschlag ist das NOKIA Snowboard FIS Weltcup-Wochenende in Korea zu Ende gegangen: Doris Günther und Benjamin Karl sicherten ihrem Heimatland den Sieg im vierten Parallel Riesenslalom der laufenden Saison. Bei den Damen verwies die Österreicherin Nicolien Sauerbreij (NED) nach einer starken Aufholjagd im zweiten Run noch auf den zweiten Platz. Die Niederländerin sicherte sich dadurch aber dennoch die momentane Führung im Parallel Weltcup. Im Kampf um Platz drei profitierte Svetlana Boldikova (RUS) von einem Fahrfehler ihrer Kontrahentin Heidi Krings (AUT).

Im Finale der Herren im Hyundai Sungwoo Ressort bezwang Karl den Schweizer Roland Haldi (SUI) und sicherte sich somit den ersten Sieg seiner Weltcup-Karriere. Dritter wurde Heinz Inniger (SUI), der im kleinen Finale die Ziellinie vor Anton Unterkofler (AUT) überquerte.

Halfpipe

Jiayu Liu und Ryoh Aono haben den vierten Halfpipe-Wettbewerb des NOKIA Snowboard FIS Weltcups 2007/2008 für sich entschieden. Die Chinesin, die mit dem ersten Halfpipe Weltcup-Sieg für ihr Land für ein historisches Ergebnis sorgte (40.6 Punkte), verwies im Finale der Frauen Soko Yamaoka (JPN, 36.8) und Lindsey Jacobellis (USA, 36.6) auf die Plätze zwei und drei. Bei den Männern konnte Aono (JPN, 46.6), der schon beim Saisonauftakt in Neuseeland siegreich gewesen war, seinen zweiten Sieg dieses Winters feiern. Zweiter im Hyundai Sungwoo Ressort wurde Gregory Bretz (USA, 45.1) vor dem weiterhin im Weltcup führenden Schweizer Iouri Podladtchikov (44.0).

Nach ihrem historischen Weltcup-Erfolg präsentierte sich die heutige Siegerin Jiayu Liu, die in der letzten Saison in Calgary mit einem zweiten und dritten Platz hatte aufhorchen lassen, sehr zufrieden. "Ich bin sehr glücklich. Ich habe mich sehr unter Druck gesetzt, um zu gewinnen. Dass ich gewonnen habe, freut mich daher sehr", äußerte die 17-Jährige.
Schon im ersten Durchgang hatte die Chinesin mit 40.6 Punkten für klare Verhältnisse gesorgt. Soko Yamaoka und Lindsey Jacobellis versuchten zwar noch einmal, die Highscore zu attackieren, doch am Ende musste auch die gestrige Zweite des Snowboard Cross Jacobellis die Niederlage eingestehen. Dennoch war die 22-jährige US-Amerikanerin nicht unzufrieden: "Mein Körper, besonders meine Beine, waren extrem müde. Ich habe im zweiten Run noch einmal versucht, noch einen weiteren Spin einzubauen, aber mein Körper hat "Nein" gesagt. Aber es hat extrem viel Spaß gemacht. Es war ein richtig gutes Wochenende für mich. Zweimal auf dem Podium zu stehen ist super."

Bei den Männern hatte Ryoh Aono ebenfalls gleich im ersten Run die Judges beeindruckt. Mit einem "Frontside Air", gefolgt von einem "Backside 5", "Frontside 9", "Backside 9", "Frontside 7" und einem abschließenden "Cab 7" zeigte er den Lauf, an dem sich alle weiteren Finalteilnehmer die Zähne ausbeißen sollten. Dementsprechend zufrieden präsentierte sich der letztjährige Halfpipe Weltcup-Sieger: "Ich bin sehr glücklich. Ich habe hart trainiert. Das hat sich ausgezahlt." Und auch für den kommenden Weltcup-Stopp in Gujo, Japan, hat der 17-Jährige viel vor: "Ich werde versuchen, auch in meinem Heimatland zu gewinnen."