69 Magazine im Interview

01.03.2008

Anfang der Saison hat endlich wieder ein Österreichisches Snowboard-Magazin Platz in den heimischen Trafiken gefunden. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und befragen die Macher

1. Was war der Beweggrund, ein neues Printmagazin auf die Beine zu stellen?

Alle Crewmitglieder sind leidenschaftliche Snowboarder und waren bereits in unterschiedlichen Funktionen als Redakteure, Fotografen oder Grafikdesigner im Magazinbusiness tätig. Da im österreichischen Printbereich seit einigen Jahren kein Heft mehr existiert, welches sich mit Brett- und Actionsportarten auseinandersetzt, war es eine logische Konsequenz das 69 Magazin als unser eigenes freundschaftliches Ding zu starten. Gleichzeitig waren wir uns einig, dass wir kein reines Snowboardmagazin auf die Beine stellen wollten, sondern ein Actionsport und Lifestylemagazin dass sowohl die Coreszene aber auch eine breitere und ältere Zielgruppe anspricht. Wir wollen unserer Leserschaft gute Storys liefern und jungen Fahrern, Musikern und Künstlern aus Österreich eine Kommunikationsplattform bieten damit sie auch international auf sich aufmerksam machen können.

Made in Austria - Made for Austria
Zwei rot-weiss-rote Style-Granaten haben eine neue Plattform
Links Roli (Scharmer), rechts Pole

2. Hinter dem 69 Mag stehen ja eine Reihe bekannter Namen aus der Österreichischen und Internationalen Snowboardszene. Stellt mal das Team dahinter vor.

Daniel Kudernatsch , der Naisi ist Herausgeber und Mastermind des 69 Magazins. Er ist talentierter Redakteur und Snowboardfotograf und seit Jahren fixer Bestandteil der österreichischen Snowboardszene. Weiters ist er der Kopf hinter Fat Gipsy Productions der einzigen österreichischen Snowboardfilmproduktion.

Der Scharti ist ebenfalls ein alter Hase im Bizz und bekennender Adrenalin Junkie dem es eigentlich egal ist womit er sich den Berg hinunterstürzt. Er ist ein kreativer Freigeist und blickt auf eine lange Zeit als Redakteur bei diversen Snowboardmagazinen, wie etwa dem Onboard, zurück.

Mike Mandl ist der Guru der österreichischen Snowboardszene und war Chefredakteur der guten alten Snowboardrevue. Seine Intros und Storys sind legendär und sind in Kombination mit seinen stilvollen Shots eine große Bereicherung für das Magazin.

Michael Putz alias Migl, ist immer noch aktiv am Snowboarden, Rookieredakteur beim 69 Magazin und versucht sich von den alten Hasen einiges abzuschaun. Er kümmert sich auch um die Medienarbeit um das Magazin auch über andere Kanäle zu kommunizieren.

Sophie Preisch ist das Mädchen im Bunde und ebenfalls eine wichtige Stütze des Teams. Ihre Spezialgebiete sind Musik und Kultur womit sie eine perfekte Ergänzung zu den anderen Redakteuren darstellt.

Die Permanent Unit ist unsere Grafikabteilung und somit für den Aufbau und das äußere Erscheinungsbild des Mags verantwortlich. Die Kreativität der Jungs spiegelt sich in jeder einzelnen Seite wieder. Die Crew besteht aus Simon Lemmerer der sich mit seinen hochwertigen und kreativen Fotos in der Snowboard- und Skateboardszene einen Namen machen konnte. Oliver Toman ist Grafikdesigner und ein weiterer höchst talentierter Kopf der sich gemeinsam mit Josef Wurm in der österreichischen Graffiti Szene etabliert hat. Georg Dienstl ist Ex Leadsänger der Antimaniacs und ebenfalls im Grafikbereich tätig. Zu guter letzt ist Michael Pasterk das fünfte Element der Crew und zeichnet sich für Texte und Layouts verantwortlich. Mehr von den Jungs auf www.permanent-unit.com

Weiters haben wir mit Stefan Wurmitzer, ehemaliger Redakteur bei Puls TV und Claudia Köhler zwei freie Mitarbeiter die ebenfalls sehr kompetente und wichtige Teammitglieder sind.


3. Was sind die Themen-Schwerpunkte im 69 Mag, es geht ja nicht nur um Snowboarden?

Wie schon aus dem Titel erkenntlich geht’s im Sixtynine Magazin um Sport, Kultur und Freizeit basierend auf unterschiedlichen Themengebieten wie Actionsport, Musik, Fashion, oder Kunst und Kultur. Der Lifestyle stellt den Überschneidungspunkt aller Bereiche dar und zieht sich als roter Faden durchs Magazin.
Im Bereich Action- und Trendsport wird das Hauptaugenmerk auf die drei Brettsportarten Snowboarding, Skateboarding und Surfing gelegt wobei sich der Fokus jahreszeitlich verändert.
Der Musikteil als weiteres wichtiges Standbein des Magazins präsentiert Künstler aus unterschiedlichen Genres und wird Konzertberichte, Bandstorys, Interviews sowie CD Präsentationen beinhalten.
Als letztes sollen kreative und innovative Künstler, Designer, Fotografen und Modelabels aus dem In- und Ausland näher vorgestellt werden, wobei auch hier der Bezug zu den verschiedenen Actionsportarten erhalten bleibt. Weiters haben wir lustige Kolumnen, eine sehr feine Gallery und sonstige News die den Leser bei Laune halten werden.

Die Brettsportarten Snowboarding, Skateboarding und Surfing stehen im Vordergrund, wobei sich der Fokus jahreszeitlich verändert

4. Auf welchen Schwerpunkt werdet ihr in der Sommerausgabe setzen

Nachdem unsere ersten zwei Issues im Winter erschienen sind und somit das Snowboarden die dominante Rolle eingenommen hat, werden wir uns in der Sommerausgabe stärker dem Surfen und dem Skateboarden zuwenden. Weiters werden wir erneut Musik-, Kultur- und Freizeitinhalte bringen, um dem Leser die nötige Abwechslung zu bieten. Wie das Heft aber im Detail aussehen wird ist bis dato noch nicht festgelegt, da wir vorerst sehr froh sind die zweite Ausgabe fertig gestellt zu haben :)


5. Wie wichtig ist euch da der Österreich Bezug?
In der ersten Ausgabe war der ja schon gut erkennbar.


Obwohl sich das Magazin nicht als rein österreichisches Magazin versteht, werden österreichspezifische Themen im Mittelpunkt stehen. Bezogen auf den Sport möchte Sixtynine die Lücke schließen, die zwischen der internationalen Trendsportberichterstattung und dem nationalen Geschehen entstanden ist. Das Magazin sieht sich als Sprungbrett mittels dessen sich nationale Rider, Events und Aktivitäten ins internationale Rampenlicht bringen können. Genauso wollen wir es auch in den anderen Bereichen handhaben und österreichische Musiker und Modedesigner featuren, die bis jetzt noch nicht wirklich viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Da das lokale Geschehen aber alleine nicht ausreicht um darauf ein Magazin aufzubauen, werden auch internationale Namen präsentiert.

Vom Cover der neuen Ausgabe lächelt der frisch gebackene Transworld Rider of the Year, Wolle Nyvelt

6. Es ist ja nicht leicht, mal so einfach ein Mag aufzustellen. Neben viel Engagement brauchts ja auch entsprechend Geld um so ein Projekt zu realisieren. Wie finanziert sich das Mag und wieviel Idealismus muss man trotzdem aufwenden zur Umsetzung?

Das Magazin finanziert sich rein über Anzeigen, wobei unsere Kunden großteils vom Snowboarden kommen. Aller Beginn ist schwer und deswegen mussten wir anfangs ziemlich viel Zeit investieren. Über zahlreiche Telefonate und auf verschiedenen Messen mussten wir an die richtigen Leute kommen und versuchen, sie von unserer Idee zu überzeugen. Die erste Ausgabe ist sehr gut angekommen, die zweite ist seit letzter Woche erhältlich und der Hammer geworden!! Was die Zukunft bringt wird sich zeigen. Wir haben auf jeden Fall sehr viel Spaß daran und sind voll motiviert weiterzumachen und den Lesern ein cooles Magazin zu bieten. Idealismus ist sowieso Grundvorrausetzung da wir das Magazin aus eigener Überzeugung machen und bis jetzt nichts damit verdienen. Wir haben einfach alle einen engen Bezug zum Snowboarden, Skaten und Surfen, lieben den ganzen Lifestyle dahinter und wollen dies mit anderen teilen. Thats it..


7. Was darf man von der zweiten Ausgabe erwarten?

Die zweite Ausgabe des Sixtynine Magazins ist am 21ten Februar erschienen und bietet auf 116 Seiten wieder einen interessanten Mix aus Sport, Freizeit und Kultur. Passend zum Ende des Winters und zum kommenden Frühjahr widmet sich der sportliche Inhalt dem Snowboarden und dem Surfen. Mit einem Augenzwinkern erstellen wir eine Liste von 69 Dingen, die man als Snowboarder erlebt haben soll. Der große Surfbericht widmet sich dem Traum jedes Wellenreiters- einem Bootstrip in Indonesien, auf der Suche nach der perfekten Welle. Ein Bericht über die Burton European Open im Snowboarden hinterfragt kritisch, warum Snowboarden in Österreich auf Wettkampfniveau keine Rolle spielt.

Auch Kunst und Musik kommen bei 69 nicht zu kurz!
Aktuelle Story über Pirates Art in Paris

Ein fantastisches Portfolio hat uns Brian Bielmann zusammengestellt. Der Senior Photographer des Transworld Surfing Magazines unternimmt mit uns eine Reise in die Unterwasserwelt von Tahiti und Hawaii.

Der Musik- und Kulturteil kann mit zwei charismatischen Persönlichkeiten aufwarten. Chuck Palahniuk, der Autor des Kultromans "Fight Club" gibt uns ein Exklusivinterview. Sage Francis, Amerikas intellektuellster Spoken-Word-Artist beweist uns, dass HipHop nicht mit MTV gleichzusetzen ist.

Schließlich zeigen uns die "Pirates", die bekannteste Snowboardcrew Europas, dass sie auch mit ihren Streetartwerken den Kinderschuhen entwachsen sind. Ausstellungen in Paris und Barcelona beweisen dies.

Weiters: Killed by 9 Volt Batteries (Musik), Inoperable (Streetart), Pixie (Fashion)

Go an Get it!!!