Red Bull Upside Down in Linz

14.02.2010 - TOPSTORY

In allen Farben leuchtend war das Ars Electronica Center im verschneiten Zentrum von Linz die perfekte Bühne für feinste Jibbing-Action

Das Areal um das Ars Electronica Center platzte aus allen Nähten: 5.500 bestens gelaunte Zuschauer wollten es sich nicht nehmen lassen, 16 der weltbesten Freestyle-Snowboarder beim urbanen Rail-Contest live und hautnah mitzuerleben. Immerhin gab es beim Red Bull Upside Down in Linz gleich mehrere Highlights zu sehen: Der Puls der Snowboarder wurde interaktiv auf die 40.000 Leuchtdioden des Ars Electronica Centers übertragen. Die Rider überlisteten außerdem mittels Seilwinde und Step-Up-Kicker die Schwerkraft und segelten mit waghalsigen Moves über die Betonstufen bergauf, nur um gleich darauf über die Rails wieder in die Tiefe zu sliden. Sieger des Red Bull Upside Down: Wojtek Pawlusiak (POL).

Die Kulisse hätte besser nicht sein können: In allen Farben leuchtend und pulsierend ragte das Ars Electronica Center aus dem frisch verschneiten Zentrum von Linz. Rings herum drängten sich tausende von Besuchern, deren Puls gemeinsam mit dem der Athleten stetig stieg. Der Herzschlag der Rider wurde nämlich dank eines Medienexperiments des Future Labs (AEC) und der Firma Suunto live auf die Fassade des Ars Electronica Centers projiziert. Angestachelt von einem einzigartigen Setup und einem begeisterten Publikum gingen die Profis bis an ihre Grenzen und performten atemberaubende Tricks. Nicht nur den Besuchern gefiel es, sondern auch Snowboard-Überflieger Stefan Gimpl: „Unglaublich was die Jungs heute gezeigt haben, auf dem Rail macht ihnen keiner etwas vor. Die Location heute und die Stimmung waren wirklich einmalig.“

Red Bull Upside Down Linz
Erwin Polanc vor dem ARS Electronica Center beim Red Bull Upside Down in Linz
Red Bull Photofiles

Ebenfalls begeistert war der aus dem Training leicht lädierte Lokalmatador Marc Swoboda, der als bester Österreicher den vierten Platz belegte: „Es hat riesig Spaß gemacht heute hier zu sein, die Zuschauer haben uns richtig angepeitscht. Großes Kompliment an Linz, ich freue mich auf ein Wiedersehen.“ Die 16 Starter traten zuerst um den Einzug in das Finale gegeneinander an, wo die besten Sechs um den Sieg performten. Bewertet wurde von den drei Judges Bernd Egger, Stefan Gimpl und Werni Stock Schwierigkeit, Style und Ausführung der Runs. Die beste Performance zeigte an diesem Tag Wojtek Pawlusiak (POL), gefolgt von Gerben Vervej (NED) und Dani Raycsani (GER).

Nach der Siegerehrung ging es gleich nebenan auf den After-Contest-Parties weiter bis in die frühen Morgenstunden. Im Stadtkeller tanzten die Gäste zu elektronischen Beats, in der Stadtwerkstatt sorgte „Da Staummtisch“ mit Hip Hop für Stimmung und im Stan’s ging es mit Livemusik rockig her. Auch wenn sich so manch einer am Samstag mit dem Aufstehen wohl schwer tat, so waren sich doch alle einig: „Es war ein super Event, das eine Fortsetzung verdient!“

Red Bull Upside Down Linz
Sieger Wojtek Pawlusiak (POL)