FIS-Weltmeisterschaft in Madonna di Campiglio

ISF Snowboarder machen die FIS Snowboard-Weltmeisterschaft zur Farce

24.01.2001: ISF (International Snowboard Federation) Fahrer Bruhin und Jaquet (beide Schweiz) gewinnen die olympische Disziplin "Parallel Riesenslalom" bei der FIS-Weltmeisterschaft in Madonna di Campiglio.

Ursula Bruhin, Motorola ISF Weltmeisterin Alpin von 1999/2000 und derzeitig Führende in der Motorola ISF Rangliste von 2000/2001 sowie der Dritte der ISF Weltmeisterschaft 99/00 Gilles Jacquet, sind als Profis gezwungen, an dieser Veranstaltung des Internationalen Skiverbandes (FIS) teilzunehmen, um sich für die olympischen Winterspiele in Salt Lake City/USA qualifizieren zu können.

Jaquet startete in die Qualifikation als Nummer 106, wurde trotz mittlerweile katastrophaler Streckenverhältnisse 13. und qualifizierte sich für das k.o.-Finale der 16 Besten:" Es war eine Katastrophe, mit Nr. 106 in die Qualifikation zu starten, die Strecke war zu dem Zeitpunkt in einem denkbar schlechten Zustand. Als ich mich für´s Finale qualifiziert hatte, war meine einzige Motivation, den Titel für die ISF zu gewinnen und damit zu demonstrieren, dass die ISF-Pros die schnellsten Snowboarder sind. Ursula (Bruhin) tat das Gleiche und obwohl die Olympiaqualifikation über die FIS unfair gegenüber den ISF-Fahrern ist, ist meine Ausgangsposition für Olympia nun sehr viel besser. Der Ski-Verbands-Titel ist nicht sehr wichtig, dennoch möchte ich ihn all meinen Snowboard-Freunden auf der Motorola ISF Tour widmen. Viele von Ihnen sind aus sportpolitischen Gründen nicht mal zu diesem Wettbewerb zugelassen gewesen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.", sagte Jaquet hinterher.

"Der Internationale Skiverband legt die olympischen Qualifikationskriterien fest und einige nationalen Skiverbände missbrauchen diese Macht. Diese wichtige Verantwortung wurde ihnen 1994 vom Internationalen Olympischen Komitee übergeben, gerade mal zwei Monate, nachdem der Internationale Skiverband offiziell die Disziplin "Snowboarden" innerhalb ihres Verbandes anerkannt hat", meinte John Bache, Präsident der ISF.

Die ISF, 1990 als internationaler Originalverband der Snowboarder gegründet, kürt seine Weltmeister am Ende der Motorola ISF Tour, bestehend aus 12 WM-Veranstaltungen. Dieses Jahr wird die größte Snowboard-Tour mit 12 Events weltweit und einem Gesamt-Preisgeld von $1,8 Mio. Dollar veranstaltet. Die Motorola ISF Weltrangliste beinhaltet mehr als 12.000 Amateur- und Profi-Athleten aus 46 Nationen.