Snowboardtrends auf der ispo 2001 Winter

Board, Bindung, Stiefel und Helm – alles steht unter dem Aspekt Freeride
Leichte Materialien, Step-in-Systeme und Splitboards für Backcountry und Pipe


Freeriden, Fun und Bequemlichkeit - das sind auch im kommenden Winter die Trends im Snowboarden. Boards und Stiefel sind wahre Leichtgewichte, Step-in-Systeme haben sich – mit der ein oder anderen Ausnahme unter den extremen Bedingungen im Wettkampfbereich – absolut durchgesetzt und selbst eingefleischte Alpin-Boarder werden die carvingtauglichen Kombinationen aus Softboot und Freeride-Brett überzeugen.

Ungebrochen ist die Begeisterung der Snowboarder fürs Freeriden. Entsprechend ist ein Großteil der Produktpalette für den Winter 2001/2002 auf die Bedürfnisse abseits der Piste abgestimmt. Breite Bretter geben viel Auftrieb im tiefen Schnee. Von den leichten Materialien (die Bretter wiegen kaum mehr als drei Kilo), die sich in den vergangenen Jahren sowohl beim Board-, als auch beim Bindungsbau etabliert haben, profitieren vor allem jene, die zu Fuß oder auf Schneeschuhen in unberührtem Gelände unterwegs sind.

Der Renner für Tourenboarder sind die sogenannten Splitboards; Bretter, die mit wenigen Handgriffen für den Aufstieg teilbar sind. Der Klassiker auf diesem Sektor ist „Jester". Auf der ispo sind die Backcountry-Spezialisten erstmals mit einer Palette von sechs Tourenboards vertreten. Im Gegensatz zum viergeteilten „Jester"-Splitboard (zwei schmale Teile, damit man auch in Skispuren aufsteigen kann, zwei Mittelteile, die im Rucksack bergauf transportiert werden) teilen „Duotone" und neuerdings auch „Burton" ihre Tourenbretter nur einmal.

Ebenfalls verstärkt im Kommen ist der aus den Urzeiten des Snowboardens bekannte Schwalbenschwanz. So setzt unter anderem auch der traditionelle Alpin-Spezialist „F2" auf pfeilschnellen Shape im Powder. „O´Sin" geht noch weiter und versieht ein Board mit einem leichten Bug. Die Wölbung soll noch mehr Auftrieb im Tiefschnee bringen.

Egal auf welchem Brett man steht, die Stiefel werden immer komfortabler. Soft-Step-In-Systeme sind mittlerweile so ausgereift, dass sie sowohl im Backcountry, als auch auf Piste und Pipe die Ideallösung sind. Im Kommen sind dabei externe Highbacks. Das hat den Vorteil, dass die Bindung den Fahrer zum Beugen des Körpers zwingt und nicht der Schuh. Spätestens beim Après-Ski ist der bewegliche Stiefel ein überzeugendes Argument. Zum Standard gehören mittlerweile Frauenboots, die den spezifischen anatomischen Bedürfnissen der Snowboarderinnen angepaßt sind. Schmale Leisten und tiefer Wadenansatz machen Boarden für Frauen erst richtig bequem.

Dass gerade der Nachwuchs vielfach auf großem Fuß lebt, hat die Hersteller dazu bewogen, auch breitere Boards zu produzieren. Viele bieten inzwischen ein und dasselbe Modell in verschiedenen Breiten an, so dass auch Fahrer mit großen Füßen beim Schwingen nicht im Schnee kratzen. Eine andere Möglichkeit, dies zu verhindern, hat beispielsweise „K2" gewählt, indem man das Board unter der Sohle etwas erhöht hat.

Ebenfalls ein Nebenprodukt des allgemeinen Freeride-Fiebers sind Snowboardhelme, die den Kopf waghalsiger Boarder vor Bäumen, Felsen aber auch bei Stürzen in Halfpipe und Funpark schützen. Auch hier bewähren sich leichte und zugleich stabile Materialien: die Ohren sind frei, es gibt Belüftungsschlitze mit Klappventilen und der Platz für Schneebrillen ist exakt ausgespart.

Insgesamt verlagert sich das Sortiment weiterhin in Richtung Freecarve und Freeride. Das Angebot reinrassiger Alpinbretter geht auf Kosten dieser Entwicklung zurück und konzentriert sich vornehmlich auf High-Tech-Maschinen die in erster Linie im Rennsport-Bereich genutzt werden.

Die ganze Welt des Snowboardens präsentiert sich auf der ispo 2001 Winter, 54. Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, 4. – 7. Februar 2001 in der World of Winter Sports, Halle B1, B3, B4 und C3 und der World of Surf, Fun and Action Sports, Halle C1, C2, B2 und A4.

weitere Info: www.ispo.de