BASE Sölden - Opening Report

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Die Base in Sölden hat ihre Pforten bereits seit über einer Woche geöffnet. Wir fanden nun ist es höchste Zeit für uns, diese Location zu testen, um euch jede Menge Infos über das Geschehen im Ötztal liefern zu können.

Gleich vorweg: wer wie wir die Wochen zuvor auf dem GAP-Camp verbracht hat, der wird so einige Änderungen erleben, denn in vielen Punkten sind diese beiden Summercamps grundverschieden!
Wir möchten aber hier nicht beginnen zu werten, denn jedes der beiden Camps hat seine Vor- und Nachteile, und orientiert sich auch an anderen Zielen.



zu den Unterschieden:
- den größten Unterschied machen wohl die Snowboarder selbst aus. Waren in Garmisch täglich mindestens 200 Rider am Werk, so sind in Sölden an Werktagen sehr chillige Verhältnisse anzutreffen. Neben 15 Burton Teamfahrern waren Montags ca. nur 20 weitere
Snowboarder am Berg. "Ride with the Pros" hat hier wohl eine etwas intimere Bedeutung als etwa am GAP.
Ein Riesenvorteil ist weiters, daß sich dadurch die Kicker nur sehr langsam "ausfahren". Der Shape hält wegen des besseren Schnees und weniger Leuten wesentlich länger.

- der Preis sollte wohl auch nicht vergessen werden. Für 20 Euro/Tag inklusive Maut ist man auf der Base gut bedient. Bedenkt man auch noch die Zusatzaktivitäten, ist dies wohl ein kaum schlagbares Preis/Leistungsverhältnis.

- bisher konnte man leider noch kein Engagement hinsichtlich Musik im Park erkennen. Es bleibt zu hoffen, daß sich hierbei noch etwas tut. Am Skatepark gibt´s aber bereits Beschallung!

- ist man die Superpipedimensionen aus Garmisch gewohnt, hat man zunächst nicht allzuviel Freude an der Pipe der Base. Einmal darauf eingestellt, erkennt man, dass die schmale Pipe viel Technik erfordert und dass man dabei viel lernen kann. Fährt man nicht exakt und pusht nicht was das Zeug hält, sieht man die Copping meist nur von unten. Am Shape sollte noch ein wenig gearbeitet werden, aber mit über 10 Hits pro Run kann die Söldener Pipe ordentlich punkten.

- in Sachen Kicker liegt Sölden voran. Der Shape der 3 Kicker in der Medium-Line ist etwas besser als jener am GAP. Die ideale Größe (10-15m Table) zum Lernen neuer Tricks, aber auch groß genug zum Gasgeben.
Der Pro-Kicker hat 2 recht steile, lange Take-Offs. Hier kann schon mächtig Airtime gesammelt werden. Aber Vorsicht, der größere Kicker sollte unbedingt sicher gecleared werden, denn bei Table-Landungen geht´s sonst ordentlich aufs Knie!
Weiters gibt´s noch kleinere für Anfänger.

- die Raillines sind mal wieder erste Sahne! Vom Rainbow für Anfänger, über 2 curved Rails gibt´s alles, hin bis zum bereits bekanntem Rainbow über die Gondel.



- die Corner hat zwei Take-Offs und ist um ein paar Nummern kleiner als die Garmischer. Man kann sie infolge des Pro-Kickers oder nach dem 2.Kicker der 3er-Line nehmen.

- den Abschluß des Parks bildet der Wallride. Der kann zusätzlich als Spine gefahren werden.

Ein Nachteil in Sölden ist, daß man vom Ende des Parks noch einen ganze Weile die Piste entlang fahren muß, bis man zur Talstation der Gondel kommt. Jeder sollte sich selbst überlegen, ob es nicht sinnvoll ist (Zeitersparnis und Kraftaufbau), mehrmals zu hiken anstatt immer die Gondel zu nehmen.

Der Skatepark mit 2 Pools und etlichen Street-Kombinationen kann sich wahrlich sehen lassen. Er lädt geradezu ein, um den Tag noch mit einer gemütlichen Skatesession ausklingen zu lassen. Die Liegestühle für die Chillout-Area und die beiden Courts (Streetsoccer und Basketball) sind bisher aber noch nicht vorhanden, dadurch wirkt der Parkplatz noch etwas leer. Ist aber wohl alles nur eine Frage der Zeit.

Das war´s also zu den Obsacles im gesamten Base-Areal. Wir werden sehen was sich da noch alles tut!
Es sollte aber unbedingt erwähnt werden, dass genau in dieser laufenden Woche Burton Teamweek ist. Da man diese hochkarätigen Fahrer in Europa ohnehin nicht unbedingt häufig zu Gesicht bekommt sollte man wohl die Chance nützen und mal einen Abstecher zum Park machen. Mit dabei sind zum Beispiel Gigi Rüf, Sani Alibabic, Mini Karpf und Björn Mortensen.
Neben der 3er Kickerline war bereits das lange Kinkrail und vor allem das Rainbow über die Gondel das Objekt der Begierde. Es bleibt abzuwarten was die Jungs über den Pro-Kicker noch so alles zeigen werden.

alle Infos zur BASE unter: www.base.soelden.com

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Text: Gängsta