| Leben für die Welle von Andrea Boppart & Kimasurf Bali ist nach wie vor die Insel der Götter, obwohl zurzeit noch der Schmutz der widerlichen Attentate wie eine dreckige Schicht über der tropische Reisedestination hängt und den 0815 Touristen, zu Hause bleiben lässt. Zum Glück, denn wer braucht die an Orten wo Wellen sind? Bali gehört zurzeit mehr denn je wieder den Surfern, die den exzellenten konstanten Swell zu schätzen wissen. |
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| Boogie Board Girl in der Tube | ||
| Längst hat sich auf Bali neben den Reisesurfern ein Kern ausländischer Wellenanbeter niedergelassen, gefesselt von dem konstanten Swell, den paradiesischen Stränden und den positiven Vibes der Insel, die Surferherzen den Frieden geben. |
Jeden Tag surft sie - mehrfach, wenn sie nicht gerade irgendwelche geschäftlichen Termine wahrnehmen muss, oder Trips in Indonesien organisiert. Zurzeit ist sie mit einer Gruppe von 6 brasilianischen Boogieboarderinnen in den Wellen Indonesiens anzutreffen, die Männern das sabbern lernen und Brasilien alle Ehre erweisen. Als ich sie das erste Mal traf, sitzt sie bei Freunden in einer Villa und zeigt Ihr Portfolio. Sie erzählt mir, während ich schwer beeindruckt die Fotos riesiger Tubes, gefüllt mit Karina, in Ihrem Buch durchschaue, dass sie Representative des AWB (Association of Women’s Bodyboarders) in Indonesien ist. Keine 6 Fuss Welle würde man Ihr zutrauen, sieht man sie ohne Montur und geschminkt mit High Heels. Dass die zierliche, fast zerbrechlich wirkende Amazone auch 12 Fuss Wellen problemlos surft ist unvorstellbar. Ihr Leben habe mit dem Reiten der ersten Welle begonnen, sagt Karina, die mir im gleichen Atemzug erzählt, was für ein unglückliches Leben sie davor geführt hat. Viel Ärger, viel Streit, viele Depressionen - die totale Unzufriedenheit. Mit 21 hat sie im Reiten Ihrer ersten Welle den Sinn des Lebens für sich entdeckt. ‚Surfen macht glücklich’, meint sie. Wenn es Ihr schlecht geht nimmt Sie Ihr Brett, montiert Ihre Flossen und verschwindet in die Wellen. ‚Es gibt kaum eine Sportart, bei der man so hundertprozentig im Moment sein muss wie bei dieser. Beim eintauchen in die erste Welle leert sich der Kopf, dann gibt es nur noch die Welle und dich. Und die Welle hat mich den Kreislauf des Lebens gelehrt’, erklärt sie weiter: ‚Man geht raus und begibt sich in Gefahr. Kommt die Welle, ist eine blitzschnelle Entscheidung fällig. Entscheidet man sich für sie, muss man entweder alles geben, oder man geht zurück in die Warteposition. Entscheidet man sich nicht, dann entscheidet die Welle und man wird durchgespült, - genau so wie ich das im richtigen Leben oft erlebt habe’. |
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| Kommt die Welle, ist eine blitzschnelle Entscheidung fällig | ||
| Karina hat sie sich für das Surfen entschieden und zwar ganz. Sie lebt für die Welle, ist nach Indonesien gezogen und promotet Boogieboarding für Frauen seit einem Jahr. Im letzten Sommer organisierte sie einen Bootstrip für 12 Boogieboarderinnen auf Mentawai (Sumatra) und erzeugte damit einen ziemlichen Presseauflauf. Es geht ebenfalls auf Ihre Lorbeeren, dass erstmals in der Geschichte Indonesiens weibliche Boogieboarderinnen den Eröffnungsheat eines Contests bestritten haben: 10 Fuss Wellen über shallow Reef‚ eigentlich viel zu schnell für Boogiebarderinnen laut der Jury des Contests. Karina schlug den Organisatoren des Banjuwangi G-Land International Challenge 2003 in G-Land auf Java, der als Entwarnung der Surfdestination Indonesien diente, einen Women’s Bodyboarder’s only Eröffnungsheat vor. "Ich dachte, ein ausschliesslich weiblicher Eröffnungsheat wäre eine große Chance, den Sport Lokal und International zu fördern, vor allem in Indonesien, wo in den Wellen eigentlich kaum Frauen anzutreffen sind". Nach ersten skeptischen Einwänden wurden die Boogieboarderinnen zugelassen die die Wellen G-Lands souverän kickten, zuwider aller pessimistischen Vorraussagen. |
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| Women Boogieboarder’s only | ||
| Dass sie längst mithalten können, wissen sie schon lange, nur dass sie es immer wieder beweisen müssen findet nicht nur Karina mühsam. Doch sie versteht sich als Kämpferin, die ihre Sache beherrscht und es nur noch als eine Frage der Zeit sieht, bis sie in der Männerdomäne genauso Ansehen erreicht haben. Solange setzt sie sich weiterhin dafür ein, dass Contests gemischt durchgeführt werden und der Geschlechterkampf aufhört. Warum hat es noch mit Männlein und Weiblein zu tun, fragt sie sich, wenn es doch eigentlich einzig und allein um die Welle gehen sollte, - wirft Ihr Brett in Ihren Jeep und fährt zum nächsten Meeting. |
Check out:www.surfbali.at Hier die Kima Surf Termine 2004 •Surfari 1 - 29./30./31 März - 19./20./21. April •Surfari 2 - 05./06./07. April - 26./27./28. April •Surfari 3 - 26./27./28. April - 17./18./19./Mai •Surfari 4 - 17./18./19. Mai - 07./08./09. Juni •Surfari 5 - 07./08./09. Juni - 28./29./30. Juni •Surfari 6 - 28./29./30. Juni - 19./20./21. Juli •Surfari 7 - 19./20./21. Juli - 09./10./11. August •Surfari 8 - 09./10./11. August - 29./30./31. August •Surfari 9 - 29./30./31. August - 20./21./22. September •Surfari 10 - 20./21./22. September - 11./12./13. Oktober •Surfari 11 - 4./5./6. Oktober - 25./26./27. Oktober •Surfari 12 - 11./12./13. Oktober- 1./2./3. November Individuelle Reisetermine nach Absprache möglich. Text: Andrea Boppart Pics: Kimasurf |
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