Ist das bloss ein Bluff der verärgerten Schweizer Snowboarder? Oder steckt mehr dahinter? Philipp Schoch (Olympiasieger 2002), Simon Schoch (Weltcupelfter), Urs Eiselin (Weltcupzweiter) und Ursula Bruin (Weltcupzweite) haben eine Aktion lanciert, die sowohl andere Schweizer Spitzenfahrer wie auch den Verband überraschte. Das Quartett hat die Olympischen Komitees von Oman, Malta, Luxemburg, Liechtenstein sowie der Vereinigten Arabischen Emirate angeschrieben und angeboten, in Zukunft für eine dieser Nationen an den Start zu gehen - wenn das Finanzielle stimmt. Denn das liebe Geld ist der Grund für die Abwanderungsgelüste. "Wir haben keine andere Möglichkeit mehr gesehen", so die Aussage von Olympiasieger Philipp Schoch. "Wir sind von Swiss Snowboard schon zu lange ausgenutzt worden und auch Swiss Olympic hat uns nicht weitergeholfen."
Andere Schweizer Fahrer gehen davon aus, dass es sich bei der Aktion vor allem um eine Provokation gegenüber Swiss Olympic handelt. Jedenfalls haben die vier "Schweizerverräter" mit ihrem Vorgehen bereits ein Ziel erreicht. Werner Augsburger, Technischer Direktor bei Swiss Olympic wird sich mit den Fahrern treffen und sich ihre Anliegen anhören.