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Vom 29.Dezember 03 bis am 01.Januar 04 waren die weltbesten Freestyler in Davos und zeigten, was in Sachen Freestyle im Moment abgeht. Der erste Schweizer Tourstopp der TTR hat all seine Versprechen gehalten und den über 6000 Zuschauern eine fette Show, viel Action und Party geboten.
Davos-Localboy Dani Costandaché hat die O`Neill SB-Jam-Session ins Leben gerufen.
Das lief im Oktober 1998 in Saas Fee ungefähr so ab:

Der Gletscher ist geschlossen, nebelverhangen sind die Berge, es regnet. Die Bündner Snowboard-Profis Dani Costandaché und Gian Simmen sind im Dorf unterwegs. Costandaché erzählt Simmen von seiner Idee: Ein neuer Snowboardevent, ein Contest für Fahrer von Fahrer. Die Idee ist bestechend einfach und darum einfach bestechend. Man lade die 20 besten Freestyler der Welt zum Contest ein. Man präpariere einen perfekten Park und eine Superpipe und man ernenne die Fahrer gleich noch zu Judges.

Der Snowboardevent war geboren und fand dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Es machten sich Fahrer wie Marc-André Tarte (Can), oder Vorjahressieger Andy Finch (USA) auf den teilweise weiten Weg nach Davos.
(Finch brauchte 2 Tage von Kalifornien bis nach Davos, weil er den Flieger verpasste. Er ging aber trotz jet lag ins Chalet Guggel zur Welcomparty...)

Nachdem am Montagabend noch freudiges Wiedersehen gefeiert wurde, trafen sich rund 60 Fahrer am späteren Dienstagnachmittag auf dem Berg und trugen die offene Qualifikation unter sich aus. Für sieben unter ihnen gab es dabei Tickets zu gewinnen für das grosse Silvesterfinale, bei dem sie Seite an Seite mit den internationalen Stars mitfahren konnten. Bewertet wurden die Tricks von Dani Costandaché, Gian Simmen, Xaver Hoffmann, Abe Teter und Drew Stevenson.

Das Superfinale ging am Mittwoch kurz vor Mitternacht los:
Die Fahrer konnten sich auf dem Gelände, auf dem Costandaché und das ganze Jackobsteam eine perfekt geshapte Superpipe, 6 Handrails und 3 Kickers und weitere Überraschungen präpariert hatten, austoben. Sie boten während 45 Minuten eine unvergessliche Show. Zum ersten Mal wurde die O`Neill SB-Jam gejudged. Die Jury setzt sich aus wichtigen Persönlichkeiten des Snowboards zusammen. Diese neue Formel erlaubte den Fahrern, die bis anhin selbst gejudged hatten, sich optimal auf ihre Runs vorzubereiten.

Nach der Jam Session gingen die Lichter über dem Park und der Pipe aus und mehrere Titel wurden verteilt. "Best Superpipe" ging an den seit jeher ungekrönten König der Pipe, der Deutsche Xaver Hoffmann, den Titel "Best rails" schnappte sich der finnische Railspezialist Eero Ettala und den "Best Kicker" ein weiterer Deutscher, Vinzenz Lüps. Der Finne Markku Koski entschied den Titel "Ruler of the night " für sich. Er zeigte eine eindrückliche Leistung auf allen Hindernissen und gewann dank diesem Titel ein Ticket to Ride (TTR) für den Arctic Challenge.

Um Mitternacht flogen die Korken und einige Raketen in die Luft und man war sich im allgemeinen einig, den Superevent und das neue Jahr zu feiern und noch ein bisschen (lange) in den O`Neill Zelten zu verweilen.

Text: elsischläppi
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