Alex Schwab umkreist den Hammer  
Bei Postkartenwetter und perfekten Windbedingungen wirbelten am Samstag, 13. März, die weltbesten Snowkiter durch die Luft in Obertauern. Die 13 Freaks aus den USA, Norwegen, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Deutschland und Österreich lieferten dabei eine Show aus Snowboarden, Skifahren und Fliegen. Ausgerüstet mit den 12 bis 16 Quadratmeter großen Kites zeigten sie in einer zweistündigen Freestyle-Session alle möglichen Tricks, die aus dem Kitesurfen bekannt sind. Der Vorteil mit den Kites: man kann bergauf genauso fahren und bei genug Speed im Flat ordentlich abheben. Zusätzlich hatten Charly Weger und sein Team einige fette Obstacles hingezaubert. Die Kiter sagten artig danke und brillierten mit bis zu acht Meter hohen Jumps und Airtimes von bis zu zehn Sekunden.

Bei den Snowkitern auf den Boards war Guillaume "Chasta" Chastagnol aus Frankreich nicht zu biegen. Der Olympia-Vierte in der Halfpipe von 1998 und Snowkite Wintertour Sieger 2004 ließ keine Zweifel aufkommen, wer die Kombination aus "Drachensteigen" und Freestyle-Snowboarden am besten drauf hat. Smooth und stylish in der Luft, sauber und sicher beim Landen. "Chasta" ist seit einigen Jahren vom Kite-Virus befallen. "This sport is da shit!", meinte der ansonsten fast schüchterne Franzmann. Auch für den jungen Norweger André Natland hatte sich die weite Reise nach Obertauern gelohnt. Er setzte sich vor dem Wiener Wolfgang Pabisch, der im Sommer als Kitesurfer am Neusiedlersee agiert, an die zweite Stelle. Newcomer Heinar Brandstötter aus Salzburg landete auf dem fünften Platz.

Bei den Skifahrern zeigte ein österreichischer Snowboard-Pionier groß auf. Zwei Wochen nach der Weltmeisterschaft in Silvaplana (CH) geigte der Weltmeister in der Disziplin "Race Snowboard", Alex Schwab, auch im Freestyle und mit Ski. Gleich mehrmals katapultierte er sich zu einem "Dead Men" hoch. Der Salzburger ist Snowkiter der ersten Stunde und musste sich nur dem Schweizer Fabio Ingrosso geschlagen geben, der wegen längerer Airtimes in der Gesamtwertung knapp vorne lag. Dritter in dieser Kategorie wurde der Franzose Fabrice Mondancin Tripier - auch "Fab, the Freak" genannt.
  Guillaume Chastagnol  
Summa summarum war die Supersession ein feines Event, auch wenn am Sonntag der Wind völlig streikte und keine Compeition mehr zuließ. Noch mehr Action wird´s mit Sicherheit im Februar 2005 zu sehen geben, wenn die 3Snowkite WM 2005 steigt.


Ergebnisse

Snowkite Snowboard
1. Guillaume Chastagnol F
2. André Natland N
3. Wolfgang Pabisch AUT

Snowkite Ski
1. Fabio Ingrosso CH
2. Alex Schwab AUT
3. Fabrice Mondancin Tripier F

Text: chegemaura