Absolut Park, Flachauwinkl - 2005

Eine Woche nach dem Ästhetiker Tourstopp in Mayrhofen rief Max Rehrl in seinen Absolutpark zum Spring Battle. Im letzten Jahr zum ersten Mal ausgetragen waren die Erwartungen hoch, denn schließlich bot die erste Ausgabe schon einen optimalen Saisonabschluß.

Trotz der warmen Temperaturen der vorangegangenen Wochen bot sich der Park im 1A Zustand, gleich mal ein dickes Kompliment an die Crew. Wer den Absolut Park von Anbeginn an kennt, dem ist das permanente Wachstum sicher aufgefallen. Bestand die Kickerline vor zwei Jahren noch aus zwei Teilen, so hat sich diese Sektion mittlerweile vervierfacht.
  Fips Gruber, der AM aus Mürzzuschlag sprang durch die Quali auf Rang 4  
Für den Contest wurde eine Line aus Kicker, zwei Jib-Elementen mit einer 12 m lange A-Frame-Box und einem Gap-to-Flat Box und dem Wallride herangezogen. Wer Lust hatte, der konnte auch die Box auf dem Container nehmen. Es war fantastisch mit anzusehen, wie der gesamte Berg samt Pistenmannschaft unmögliches möglich machte. Zwei Skidoos waren extra abgestellt, um die Rider nach oben zu bringen, obgleich eigentlich ein Lift parallel führt. Was für ein Service.

  Die Box auf der Box, Lars Österle  
In der Qualifikation am Freitag hatte jeder Starter zwei Qualifikationsläufe, von denen der Bessere gewertet wurde. Es herrschte bereits hier ein verdammt hohes Niveau. Kaum vom Berg herunten traf sich alles im überdachten deluxe Skatepark des Hotel Tauernhof. Dieses wird von Seppi Harmls Familie betrieben, und ist deshalb voll und ganz auf Boardsport eingerichtet. Also wenn ihr mal in Flachau Unterschlupf sucht, der Tauernhof der kann’s. Am Abend ging’s in Ema’s Pub mit 3 feet smaller (bekannt aus Film und Fernsehen) punkig zur Sache.

Wie schon am Freitag herrschte auch am Samstag perfektes Wetter am Berg, was viele dazu veranlasste, den Contest vom sonnigen Platzerl aus zu beobachten. Die besten 8 der Qualifikation und 22 geladene Pros waren am Start. Zunächst ein Ranking-Run, danach Head-to-Head: Erstplatzierter gegen Letztplatzierten, Zweiter gegen Vorletzten, usw.
  Herby Thaler  
Das Battle-Format im Finale ließ natürlich keine Fehler zu und verlangte den Fahrern höchste Skills ab. Pros wie Ams waren höchst motiviert, schließlich waren jede Menge Redakteure, Filmer und Fotografen am Berg. Eine gute Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Einer der dies mit Bravur machte, war Herby Thaler, der Blue Tomato Rider aus Schladming. Schon am vorangegangenen Wochenende zeigte er, das er massiv abgehen kann. FS 5 Nose oder heftige Underflip 5 und 7 sind seine Spezialität.

Bei den Jungs ging es immerhin um ein Gesamtpreisgeld von 4000 Euro! Nach der Head-to-Head Aufstellung qualifizierten sich Steve Gruber (AUT) und Chris Kröll (AUT) direkt für das Achtelfinale. Bei manchen Paarungen war es verdammt schwer zu sagen, wer der bessere Rider war. Zwei dieser Kandidaten waren die beiden Deutschen Heinz Löhle und Lars Österle. Heinz stickte seinen Cab 7er sauber, eierte ein wenig übers A-Frame, hatte aber dann noch genügend Schwung für einen BS Disaster am Wallride. Lars zog mit einem Cab 7 nach, erwischte das A-Frame perfekt per Boardslide und rockte die Wall to fakie. Den zweiten Lauf erwischte Lars, der im Übrigen keinen Trick am Kicker zweimal zeigte, dann besser. Er stickte wieder alles sauber und setze sich schlussendlich knapp gegen Heinz durch.

  Skatestyle Mone  
Eine extrem konstante Leistung brachte auch Mone Monsberger (AUT), der mit einem sauberen FS 5 Nose Grab, Ollie-Gap to Boardslide am Curb und FS Disaster an der Wall im Skate-Style beeindruckte. Allerdings nur solange bis er auf seinen Ästhetiker-Kollegen Steve Gruber (AUT) traf. Es war eine Augenweide, Steve beim Shredden zuzusehen: mehr Power und Style lässt sich kaum vereinen. Dazu noch ein variantenreiches Repertoire und absolute Sicherheit! Die Lokomotive war nicht zu bremsen und hinterließ nur ihre Schienen im Schnee. Am Kicker mit FS 5s, BS 7s, Cab 5s mit Tail-Nose-Indy-BS Grabs - you name it, he does it -, Boardslides am A-Frame, Gap-to-FS Boardslides am Curb, Handplants und BS Disaster Reverts am Wallride.
  Ganz relaxt auf der A-Frame Box, Steve Gruber  
Da konnte selbst Chris Kröll (AUT) nichts dagegen setzen, obwohl auch er den ganzen Tag über einen extremen Flow hatte und seine 540s, 720s und Cab 540s immer ein Stück weiter unten landete als alle anderen. Nur gegen Steve zog er den Kürzeren und holte sich so den zweiten Platz vor Mone, der den jungen Fips Gruber im Kampf um Platz drei bezwang. Die Ästhetiker machten also die Ränge eins bis drei unter sich aus.

Im Freeski Finale standen sich der Deutsche Tobi Reindl (GER) und der Innsbrucker Martin Misof (AUT) gegenüber. Tobi legte einen äußerst cleanen, flüssigen Lauf mit SW Cork 7, Slide über das A-Frame und 540 an der Wall vor. Da konnte Martin selbst mit einem SW 9 nicht dagegenhalten!

Trotz der zwei Zusatzzelte vor Ema’s Pub, drohte dieses aus allen Nähten zu platzen drohten. Die Salzburger Band "The Seesaw" brachten den Laden im wahrsten Sinne des Wortes zum Kochen. Gegen 23 Uhr nahm Speaker Muck zusammen mit Seppi und Max vom Absolut Park-Team die Siegerehrung vor, wo auch die Gesamtsieger der Absolut Series geehrt wurden.

Text: da_griko
Pics: da_griko /
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