Shaun Palmer vor Mario Fuchs  
SBX #1 in Bad Gastein - 4.1.06
Kanadischer Doppelsieg, Platz 2 für Shaun Palmer


Österreich scheint ein hervorragendes Land für Kanada zu sein, wenn es um Snowboard Cross im Rahmen des NOKIA Snowboard FIS Weltcups geht. Wie in der vergangenen Saison in Hermagor jubelten auch in diesem Jahr die Nordamerikaner beim ersten Rennen in Bad Gastein vom Siegerpodest.
Dominique Maltais verwies im Finale der Frauen Olivia Nobs (SUI) auf den zweiten Platz, die dadurch zum ersten Mal in ihrer Karriere das Gelbe Trikot übernahm. Dritte wurde Manuela Riegler (AUT) vor Maelle Ricker (CAN). Bei den Herren setzte sich Drew Neilson in einem hochklassig besetzten Finale gegen Snowboard-Legende Shaun Palmer (USA), den Snowboard Cross Weltcup-Führenden Xavier Delerue (FRA) und Mario Fuchs (AUT) durch.

Völlig überrascht vom zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere zeigte sich Dominique Maltais: "Ich kann es überhaupt nicht glauben. Ich habe seit gestern eine Erkältung und habe mich heute morgen richtig schlecht gefühlt". Drew Neilson, mit Rückenproblemen gestartet, sagte nach dem Rennen: "Der Kurs war perfekt für mich. Ich mag Strecken, bei denen es auf den Start ankommt. Man musste heute in den Übergängen arbeiten. Das liegt mir.
Außerdem motiviert einen, dass in Bad Gastein immer viele Zuschauer sind." Gefragt warum die Kanadier in Österreich immer wieder gut abschneiden, meinte Neilson: "Es kommt nur auf die Farben an. Wir haben auch Rot und Weiß in unserer Fahne.


SBX #2 in Bad Gastein - 5.1.06
Mario Fuchs feiert Sieg in Bad Gastein

Mellie Francon und Mario Fuchs haben den siebten Snowboard Cross des NOKIA Snowboard FIS Weltcup 2005/2006 in Bad Gastein gewonnen. Beim zweiten Rennen auf der Buchebenwiese setzte sich die Schweizerin bei ihrem ersten Weltcup-Triumph erfolgreich gegen die gestrige Siegerin Dominique Maltais (CAN), Maelle Ricker (CAN) und Vize-Weltmeisterin Karine Ruby aus Frankreich durch. Bei den Männern brachte Mario Fuchs die ca. 5000 Fans an der von Flutlicht beleuchteten Strecke zum Toben. Der 29-Jährige verwies im Finale die Kanadier Drew Neilson und Tom Velisek sowie Nate Holland (USA) auf die weiteren Plätze.

"Das ist der Wahnsinn", jubelte Mario Fuchs nach dem Rennen. "Ich habe als 30ter gerade so die Endrunde erreicht. Aber als ich meinen Heat mit Xavier Delerue gewonnen hatte, wusste ich, dass heute alles möglich ist. Der Kampf Mann gegen Mann liegt mir einfach mehr als die Zeitläufe", so der Österreicher weiter. Im Finale selbst spürte er aber vor allem den Atem des gestrigen Siegers Drew Neilson im Nacken: "Ich habe gemerkt, dass er hinter mir war. Aber ich konnte mich nicht umschauen. Also habe ich im letzten Drittel um meine Linie gekämpft."