In den vergangenen drei Tagen strömten 41 000 begeisterte Zuschauer auf die Landiwiese in Zürich, um bei schönstem Wetter die weltbesten Athleten zu bewundern. Mit spektakulären Contests und einem hochkarätigen Startfeld, in dem in allen Disziplinen Weltmeister und X-Games-Sieger starteten, war freestyle.ch wieder ein riesiger Erfolg. In allen Disziplinen traten die Athleten heute im K.o.-System gegeneinander an - insgesamt gab es 120 000 US$ Preisgeld zu gewinnen.

  Marc Andre Tarte mit einem OneFooted Backflip  
Snowboard
Im Viertelfinale trafen bei den Snowboardern die beiden finnischen Spin-Spezialisten Antti Autti und Risto Mattila aufeinander. Mit einem perfekt gestandenen Backside 720° konnte sich Mattila für einen der beiden Finalplätze qualifizieren. Das zweite Duell um den Einzug ins Finale fand zwischen Mathieu Crepel (FRA) und dem zweifachen «freestyle.champ» Marc-André Tarte (CAN) statt. Tarte begeisterte das Publikum und die Judges mit einem überraschenden Onefoot Backflip und obwohl er ihn nicht sauber landen konnte, zog er weiter, um im grossen Final gegen Risto Mattila anzutreten. Der Finne stürzte bei der Landung seines 900° mit Tailgrab. Erneut zeigte Tarte einen Onefoot Backflip, doch auch beim zweiten Versuch stürzte der Kanadier - aber erst im Auslauf. Tarte verwies den Finnen auf den zweiten Platz. «Mit meinem Hattrick geht für mich heute einen Traum in Erfüllung», meinte Tarte nach der Siegerehrung. Im kleinen Final flog Mathieu Crepel vor Antti Autti auf den dritten Platz.

Freeski
Die Paarungen Niklas Karlström (SWE)/Florian Wieser (AUT) und Jon Olsson (SWE)/Laurent Favre (FRA) kriostalisierten sich für die Finaljumps heraus. Olsson stürtze bei seinem Finalsprung und landete auf dem 2. Platz. Der Franzose Laurent Favre wurde mit einem wunderschönen Switch 720° Mute «freestyle.champ». Dritter wurde Florian Wieser.
  FMX Doublepack auf der Landiwiese  
FMX
Schlag auf Schlag ging es in den Reihen der FMXern weiter. Der Westschweizer Mat Rebeaud schaffte das Unglaubliche: Mit einer Serie schwierigster Backflip-Variationen, die er alle einhändig landete, verwies er den momentan weltbesten FMXer Nate Adams (USA) auf den zweiten Platz. «Es gibt Tage, da passt einfach alles - c’est parfait», meinte der Sieger überglücklich. Im kleinen Finale schlug der «crossover.champ» 2003 Manu Troux (FRA) seinen Landsmann Remy Bizouard.

BMX
Bei den BMXern trafen nach zahlreichen Battles Koji Kraft (USA) und Simon Tabron (UK) im Final aufeinander. Der amtierende Halfpipe Weltmeister Tabron konnte Kraft mit einem No Handed 540° und einem gigantischen Flair (Rückwärtssalto mit eineinhalb Drehungen) auf den zweiten Platz verweisen. Dritter wurde der Amerikaner Jimmy Walker.

Skateboarder
Eine weitere Überraschung gab es im Finale der Skateboarder. Ein Konzentrationsfehler kostete dem amtierenden Halfpipe-Weltmeister Sandro Dias (BRA) den Titel. Er rutschte im Flat aus und landete auf dem zweiten Platz. Der Finne Jussi Korhonen überzeugte die Judges mit einem technisch anspruchvollen Run mit vielen Flip- und Varial-Kombinationen. Dritter wurde Sascha Müller aus Deutschland.
  Sandro Dias der Favorit verspielt seinen Sieg und landet auf Platz 2  
The Ultimate Crossover Session
Der finnische Snowboarder Eero Ettala hat am Samstagabend die Ultimate Crossover Session gewonnen. Die Landiwiese verwandelte sich in einen brodelnden Hexenkessel: Abertausende
Zuschauer feuerten die Stars im disziplinenübergreifenden Showwettkampf an. Im Superfinal trat Ettala noch gegen den BMX-Weltmeister Koji Kraft und den Freeskier und mehrfachen X-Games-Sieger Simon Dumont an. Eero stürzte zwar bei seinem Finalsprung, das Publikum belohnte seinen Einsatz aber mit dem prestigeträchtigen und heissbegehrten Titel «crossover.champ». Am Sonntag, 2. Oktober zeigt SF 2 von 15.15 bis 15.45 Uhr die Highlights von freestyle.ch 2005.