And the Winner is...
Am Freitag den 16. Juni beeindruckte Film Up - das Snowboard und Ski Amateur Film Festival - zum wiederholten Mal eine ganze Szene. Länderübergreifend fanden sich Teilnehmer, Fans und einfach nur verrückte Snowboarder und Skifahrer in der Muffathalle in München ein. Über 1000 Besucher verfolgten begeistert, was da über die Großleinwände flimmerte. Fünf Ski Filme, neun Snowboardfilme aus fünf Ländern der EU sorgten für Kurzweile. Dabei unter anderem zwei französische Crews, wie auch eine schwedische Gruppe, die extra zum Event eingeflogen wurden.

Vor dem eigentlichen Hauptevent sorgten Estrichboy - eine Punkrockband aus Deutschland - für den nötigen Kick, um den Abend zu starten. Sie sind die Gewinner des parallel zu film up stadtfindenden Bandcontest - Moreboards sound up, der gegründet wurde um alle Videokünstler mit Musik zu versorgen. Drei ihrer Alben bieten Estrichboy auf der Website www.estrich-boy.de zum Download bereit.
  Best Rider Snowboard: Stefan Pilko aus Leogang  
Dann zu später Stunde fand aber das statt, für das film up bekannt und geliebt ist. Lautstarke Auftritte verkleideter Groupies um ihren Film anzukündigen. Allen voran die Youngbloodz, welche zwar keinen Platz auf dem Siegertreppchen erringen konnten aber dafür mit rund 90 partywilligen Freunden in die Muffathalle einzogen. Den Sieg machten sich die Lokalfavoriten, die Harakiricrew und die angereisten Tiroler, die 7Crew, untereinander aus. Letztere gewannen mit hauchdünnem Vorsprung und ihrem Video "Trust Issue" das ein technisch sehr ausgereiftes Hip-Hop Musikvideo mit Snowboardszenen auf höchstem Niveau vereint. Ihnen steht für das nächste Videoprojekt ein Produktionsbudget von 5000€ in Form des Redbull Stipendiums zur Verfügung. Zusätzlich gab es noch eine nagelneue 3 Chip-Kamera dazu, welche für den neuen Film gute Verwendung finden wird.

Alle Videos zum ansehen findet ihr unter filmup.at
>> watch it

Ebenfalls Österreicher, um genau zu sein auch Tiroler, gewannen die Skiausscheidung. Patrick Hutter mit seiner Coconut Production Crew und dem Film "I dream of Jeany" wurde nur knapp von der Jury auf den ersten Platz gewählt. Inhaltlich vereint der Film eine nette Story, sowie waghalsige Freeski Sprünge aus Alaska bis Österreich. Der Konkurrenzfilm der beinahe ein anderes Ergebnis vermuten lies, trug den Namen "Finding Pictures". Produziert wurde er von Daniel Trenkle und seinen Freunden aus Pfronten im Allgäu. Natürlich fallen für den Bereich Ski die Preise nicht minder lukraiv aus, und deshalb gab es für die Gewinner ebenfalls das Red Bull Stipendium und eine 3 Chip-Kamera.

Damit aber noch nicht genug im Preisregen. Was der Oskar in Hollywood ist, ist bei film up ein Rookie Sponsorship - die Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller. Nitro vergab den Preis an den besten Snowboarder, Stefan Pilko der Leogang. Fischer lies es sich nicht nehmen den Preis an Flo Geyer, einen wirklich als Neuling der Szene geltenden, zu überreichen.

Bei film up geht es nicht nur um die Filme sondern ebenfalls um eine gute Party und das wurde auf jeden Fall zelebriert. Als Geheimwaffe wurden dafür Dj Chrisfader und Dj Testa die Turntable Talente, sowie b.visible und doppeltsichtbar als Verstärkung aus Österreich importiert um die Party zu rocken.
Das Internationale Finale war somit das letzte film up Event für diese Saison. Es gab schrille Auftritte von extravagant und kreativ bis chaotisch und verrückt, live Musik von Punk bis Hip Hop und natürlich entgleiste Emotionen. Die Szene steigert sich jedes Jahr aufs neue und wir können uns schon mal wieder auf die nächste Saison freuen wenn es heißt "film up!"
  1000 Zuschauer in der Muffathalle waren schwer beeindruckt