Jan Michaelis going Inverted  
Manuela Laura Pesko und Crispin Lipscomb gewinnen letzten Halfpipe Weltcup der Saison - Die Kristallkugeln gehen nach Europa

Manuela Laura Pesko und Crispin Lipscomb haben den letzten Halfpipe-Wettbewerb des NOKIA Snowboard FIS Weltcup 2005/2006 für sich entschieden. Die Schweizerin setzte sich im Finale der Frauen dank ihres zweiten Laufes (38 Punkte) erfolgreich gegen die Japanerinnen Soko Yamaoka (36.4) und Shiho Nakashima (34.2) durch. Schon vor ihrem dritten Saisonerfolg hatte die 27-Jährige als Halfpipe Weltcup-Siegerin festgestanden. Zweite in der Disziplinenwertung wurde die Polin Paulina Ligocka vor Sophie Rodriguez (FRA).

Bei den Männern feierte Crispin Lipscomb im japanischen Furano den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Der Kanadier hatte im zweiten Final-Durchgang alles auf eine Karte gesetzt und sich noch mit 45.5 Punkten vor Takahiro Ishihara (44.2) aus Japan und Jan Michaelis (41.7) geschoben. Der Deutsche sicherte sich mit seiner vierten Podiumsplatzierung in Folge die Kristallkugel im Halfpipe Weltcup vor seinem Landsmann Xaver Hoffmann und dem Japaner Kazuhiro Kokubo.

"Das ist voll geil! Ich freue mich wahnsinnig", erklärte Manuel Laura Pesko nach ihrem Triumph in der Halfpipe von Furano. "Nachdem ich im ersten Durchgang gestürzt war, habe ich im zweiten Durchgang mentale Stärke gezeigt. Da ist dann eigentlich alles so gelaufen, wie es sollte." Zum erneuten Sieg im Halfpipe Weltcup nach 2002/2003 meinte die Schweizerin aus Lenzerheide: "Das ist super. Ich bin am Anfang die Rennen wegen der Olympiaqualifikation mitgefahren. Danach hat sich das alles so ergeben. Ich hatte ein super Jahr, war konstant, immer vorne mit dabei und habe auch noch Fortschritte gemacht.

Mehr als zufrieden mit seinem Saisonabschluss war Crispin Lipscomb: "Ich habe einen Weltcup gewonnen, ich fasse das nicht! Es ist unglaublich, ich habe alles riskiert, damit ich nicht noch einmal Zweiter oder Dritter werde." Der 26-Jährige aus Vancouver weiter: "Ich bin unverkrampft und einfach des Spaßes wegen gefahren, dann landet man auch seine Tricks."

Jan Michaelis war ebenfalls in Feierlaune: "Ich bin sehr zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach meinem Sieg im Weltcup 2001/2002 noch einmal die Kristallkugel holen würde. Ich freue mich wie ein Schnitzel!" Auch wenn der Wahl-Garmischer am Anfang der Saison nicht daran geglaubt hat, "der Weltcup-Sieg war schon ein Ziel, nachdem ich im Januar in Leysin gemerkt habe, dass es sich ausgehen könnte."