NOKIA FIS Snowboard Worldcup Lake Placid

Tragischer Unfall beim Snowboard Cross

Der Schwede Jonatan Johansson verstarb gestern Sonntag an den Folgen eines schweren Sturzes während des offiziellen Trainings zum NOKIA Snowboard FIS Weltcup/ Snowboard Cross in Lake Placid, New York (USA). Das Rennen wurde daraufhin von der FIS Wettkampf-Jury sofort abgesagt. Der 26-jährige Jonatan Johansson, Mitglied des schwedischen Olympiateams in Turin und langjähriger FIS Weltcup Rennläufer, war allein auf der SBX-Strecke unterwegs und trug vorschriftsmäßig einen Helm, als er gestern gegen 15:20 Uhr (MEZ) nach einem Sprung schwer zu Sturz kam. Nach sofortigen Ersthilfemaßnahmen vor Ort wurde er mit der Rettung ins Krankenhaus von Lake Placid gebracht, wo er kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag. Das Ergebnis der Obduktion wird für heute Montag erwartet.


US-amerikanischen Doppelsieg in der Halfpipe
Gretchen Bleiler und Tommy Czeschin feiern

Mit einem Sieg der favorisierten Gretchen Bleiler und ihrem Landsmann Tommy Czeschin ist der vorletzte Halfpipe-Wettbewerb des NOKIA Snowboard FIS Weltcup 2005/2006 zu Ende gegangen. Die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Winterspiele 2006 aus den USA sicherte sich in Lake Placid den Sieg bei den Frauen mit ihrem eindrucksvollen ersten Finallauf (47.2). Zweite wurde Manuela Laura Pesko mit 42.6 Punkten. Die Schweizerin sicherte sich dank ihres zweiten Rangs zudem den Sieg im Halfpipe Weltcup noch vor dem finalen Wettkampf im japanischen Furano. Paulina Ligocka (POL) sprang mit 37.1 Punkten auf Rang drei und verwies damit Clair Bidez (USA) um 0.1 Zähler auf den vierten Platz.

Bei den Männern setzte sich Tommy Czeschin mit 44.1 Punkten durch und feierte damit den sechsten Weltcup-Erfolg seiner Karriere. 0.8 Punkte hinter ihm platzierte sich Jan Michaelis aus Deutschland, der damit seine Führung im Halfpipe Weltcup weiter ausbauen konnte. Dritter wurde Takahiro Ishihara aus Japan (40.4).


Parallel Riesenslalom von Lake Placid
Julie Pomagalski und Philipp Schoch sichern sich Sieg

Julie Pomagalski und Philipp Schoch haben den vorletzten Parallel Riesenslalom des NOKIA Snowboard FIS Weltcup 2005/2006 für sich entschieden. Die Französin setzte sich im Finale der Frauen auf dem Whiteface Mountain bei Lake Placid gegen Olympiasiegerin Daniela Meuli aus der Schweiz durch. Im kleinen Finale feierte die US-Amerikanerin Stacia Hookom ihr bestes Saisonergebnis als Dritte. Alexa Loo aus Kanada wurde Vierte. Bei den Männern gab es bereits zum dritten Mal in dieser Weltcup-Saison das Familienduell im Finale. Wie auch bei den Olympischen Spielen in Turin sicherte sich auch heute Philipp Schoch den Sieg vor seinem älteren Bruder Simon. Der Kampf um Platz drei war eine rein österreichische Angelegenheit. Andreas Prommegger sicherte sich 800 Punkte als Dritter, Siegfried Grabner wurde Vierter.

Kurios an der Leistung von Prommegger war, dass der 25-Jährige in den Innenschuhen von Mannschaftskollege Dieter Krassnig unterwegs war, da sein Gepäck noch in Russland weilte.

Durch das heutige Ergebnis wird es im Parallel Weltcup noch einmal richtig spannend. Nächstes Wochenende fällt die Entscheidung in Furano, Japan, bei den Weltcup-Finals. Durch seinen heutigen Sieg, beim dem der beste Fahrer der letzten Saison, Philipp Schoch, einen wahren Husarenritt hinlegte und im zweiten Finallauf noch eine Penalty-Zeit von 1,5 Sekunden in einen Vorsprung von 0,99 Sekunden umdrehte, verringerte er den Rückstand auf seinen Bruder Simon auf 300 Punkte. "Ich war heute im Finale bei einigen Toren echt am Limit. Nachdem ich im ersten Run abgeflogen bin, habe ich alles riskiert und bin belohnt worden", so Philipp Schoch nach seinem vierten Saisonerfolg.