Austrian Cup Graz

21.05.2006

Überraschungssiege beim Austrian Wakeboard Cup 2006 in Graz. Stefan Lebwohl und Marion Kreiner beide zum ersten Mal auf Platz eins

Beim Austrian Wakeboard Cup powered by ONE & NOKIA können sich mit Marion Kreiner und Stefan Lebwohl, beide aus Graz, zwei Nicht-Favoriten durchsetzen.

Marion Kreiner, die im Winter den FIS Snowboard Worldcup bestreitet, will sich nach den langen Olympia Vorbereitungen diesen Sommer vermehrt auf ihre zweite Leidenschaft, das Wakeboarden, konzentrieren. Mit zwei souveränen Läufen im Finale und einem gelandeten Railey als Wild Card Trick am Schluss gewinnt sie vor der Pörtschacherin Sophie Wenger und der Wienerin Flora Tusch.

Bei den Herren stürzen die großen Favoriten in ihren Finalläufen. Die Gunst der Stunde nutzt der Grazer Lokalmatador Stefan Lebwohl und sichert sich mit einer äußerst überzeugenden Leistung den ersten Sieg der Saison. Seine Spezialität sind stylische Tricks am Kicker und Slider, mit denen er Judges und Publikum begeistert. Platz zwei geht an den Wiener Rene Rappl. Der ehemalige Skateboard-Profi bestreitet erst seit letztem Sommer Wakeboard Wettkämpfe. In Graz erzielte er seinen bislang größten Erfolg. Platz drei geht mit Patrick Weber an einen weiteren Grazer Lokalmatador.

In der Junior Klasse kommt es erneut zum Kopf an Kopf Rennen zwischen Manuel Kaltenbach aus Feldkirchen (OÖ) und Philipp Turba aus Asten bei Linz. Der 11-jährige Kaltenbach kommt besser mit den Bedingungen in Graz zurecht und gewinnt.


Ergebnisse im Überblick:
Damen:
1. Marion Kreiner - Graz
2. Sophie Wenger - Pörtschach
3. Flora Tusch - Wien

Juniors:
1. Manuel Kaltenbach - Feldkirchen (OÖ)
2. Philipp Turba - Linz

Herren:
1. Stefan Lebwohl - Graz
2. Rene Rappl - Wien
3. Patrick Weber - Graz

Stefan Lebwohl trotz Sturz erfolgreich, Rene Rappl aus Wien in Höchstform
Jung-Star Manuel Kaltenbach, mit gerade mal 11 Jahren rockt er die Obstacles wie ein ganz großer

VORSCHAU
Auftakt des Austrian Wakeboard Cup 2006 in Graz

>>Download Ausschreibung LM Graz

Den Auftakt des Austrian Wakeboard Cup 2006 powered by ONE & NOKIA macht der Cable Stopp am Schwarzlsee in Graz. Die Wasserskianlage war bereits 2003 Austragungsort der Wakeboard Masters, letztes Jahr wurde hier die Staatsmeisterschaft abgehalten.

Es wird wohl ein heißer Kampf um die ersten Punkte der Cup Gesamtwertung. Die zwei stärksten Cable Wakeboarder des Landes, Gerald Maurer (Graz) und Daniel Fetz (OÖ), sind ausnahmsweise nicht am Start. Sie erhielten beide eine Einladung nach Manila, wo in diesem Tagen eine neue Liftanlage unter Beisein der internationalen Wakeboard Elite eröffnet wird.

Lokalmatadore als Favoriten für den Bewerb in Graz
Vielleicht können die Lokalmatadore aus Graz diesen Vorteil nutzen. Die Chancen stehen sehr gut. Andreas Schlosser schaffte letzte Saison den Sprung ins Nationalteam, nachdem er bei der European Cable Tour in Budapest als bester Österreicher Platz 4 und auch im Austrian Cup Top Resultate belegte. Schlosser ist mittlerweile sehr konstant in seinen Läufen und hat einige technisch sehr anspruchsvolle Tricks in seinem Repertoire.

Die größte Konkurrenz für die Lokalmatadore kommt aus Oberösterreich. Meikel Derndorfer belegte letzte Saison Platz drei in der Gesamtwertung. Der 23 Jährige aus St. Martin im Mühlkreis überzeugt durch enorme Höhe und viel Risiko bei seinen Tricks. Bringt er seinen Lauf durch, dann hat er gute Chancen. Mit Robert Braun und Chris Schinko kommen zwei alte Hasen der Wakeboard Szene nach Graz. Sie überzeugen vor allem an den so genannten Obstacles, das sind Elemente im Wasser, die als Kicker, sprich Schanze, oder zum sliden (drüberrutschen) verwendet werden.

Doch nicht nur für die Profis bietet der Austrian Wakeboard Cup eine Plattform. Mitmachen kann jeder, Jung und Alt, Profi oder Newcomer. In den verschiedenen Wertungsklassen messen sich Rookies, Intermediates, Juniors und Profis untereinander.
Gleichzeitig wird im Zuge des Cups in Graz der Landesmeister ermittelt.