Cable EM Berlin

31.08.2006

95 Athleten aus ganz Europa waren am Start, leider nicht dabei die beiden Weltmeister aus dem Heimatland. Nick Davies und Kinga Horvath holen sich den Sieg

Steffen Vollert, FS Boardslide über die Funbox

Cable EM 2006 in Berlin Großbeeren

Warum nach der Cable EM 2005 am Alfsee schon wieder eine EM stattfand, warum schon wieder in Deutschland und warum genau zu diesem Termin in Berlin weiß leider niemand.

Tatsache war halt leider, dass genau an dem Wochende ein Extremsportfestival mit der weltgrößten Halfpipe und ein FMX Contest in Berlin ausgetragen wurden. Zudem feierte Großbeeren ein eigenes Fest, wodurch weit nicht so viele Zuschauer kamen, als man es von einer Großstadt wie Berlin erwarten würde. Zusätzlich machte schlechtes Wetter das übrige.

95 Athleten aus ganz Europa waren am Start, leider nicht dabei die beiden Weltmeister aus dem Heimatland, Berni Hinterberger und Julia Borman.
Aus Österreich war man zu 6 angerückt, darunter Meikel Derndorfer, Chris Schinko, Gerry Maurer und Daniel Fetz bei den Open Men, Fabian Ortler bei den Junior Men und Philipp Turba bei den Boys. Letzterer hatte sich in den letzten Wochen stark steigern können, lernte jede Menge neuer Tricks, aber verletzte sich beim Training in Berlin an der Schulter.

Für Fabian endete der EM Spass mit dem LCQ, genau wie auch für Chris, Meikel und Gerry. Gerry zeigte zwar einen perfekten LCQ Run, musste sich aber trotzdem von Omri Ben Natan und und Herrn Sjörs aus Holland geschlagen geben.
Somit stand Fetzy als letzter Österreicher alleine im Finale der Top 10. Dort zeigte er noch einen TS Railey 3er und seinen 313, bevor er in alter EM Manier beim Frontflip to blind baden ging. Fetzy und EM, das passt einfach nicht zusammen!
Zumindest musste er nicht alleine zurückschwimmen, denn auch Weltmeister Laurant Peyrichou und weitere stürzten. Den Sieg in der Open Klasse holte sich nach Platz 1 bei der Junior Men WM Nick Davies aus UK. Er zeigte bereits im Lauf seinen Double to blind und legte als Wildcardtrick einen komplett neuen Move hin, einen Raley fs 540, von Moderator Didi kurzerhand "Nickelodien" getauft.
Platz zwei sicherte sich Emil Zolov, der nicht viel riskierte aber sauber durchfuhr. (als Wildcard probierte er einen Heartattack, ein S-bend 360) Platz 3 sicherte sich Omri Ben Natan aus Israel.


Mike Ketellapper, Vize Weltmeister und Europameister

Die Junior Men haben ebenfalls voll gerockt, in der Dichte sogar eigentlich mehr als die Open Men. Erster wird Mike Ketellapper aus NL mit 4 Mobes in einem Run sowie zahlreichen geilen grabs. Platz zwei geht an Dominik Gührs mit einem front mobe und whirly 540 im lauf, als Wildcard probierte er crowmobe 540. Dritter wird Steffen Vollert mit einem Raley BS 360. Die Damenwertung gewinnt Kinga Horvath (HUN) vor Milica Gluvaiic (SER) und Mari Sandner (GER), die nur ein Sturz beim S-Bend aufhalten konnte.


Übrigen Ergebnisse:

Masters:

1 Vakasin Cupic (SER)
2 Ilja Weinert (GER)
3 Loic le Bras (FRA)

Junior Ladies:
1 Mona Stenzel (GER)
2 Ginger Pfennings (GER)
3 Sina Ten Brink (GER)

Die Wettkampforganisation war sehr gut, das Judging funktionierte einwandfrei und die Ergebnisse konnten raschest verkündet werden.
Die Party am Abend war scheinbar nicht so der Kracher, da sich Fetzy den Platz vor der Bühne mit gerade mal 50 anderen Zuschauern teilen musste. Die Fahrer hatten viel Spass, allerdings waren sie etwas stinkig, dass sie für 135 Euro Startgeld nicht ein einziges Essen bekamen!