ECWT Budapest
Nach einem unerfreulichen Event in Mailand freute sich eigentlich jeder auf Ungarn/Budapest. Dunaharaszty, ein Vorort von Budapest war vor zwei Jahren Austragungsstätte der Wakeboard EM und ist bekannt für feine Contests.
Und die Ungarn enttäuschten auch nicht: Der Cable war voll gepackt mit 4 Obstacles. Gleich zwei Slider und zwei Kicker warteten auf die Rider.
Im 57 Mann starken Teilnehmerfeld waren sämtliche Toprider aus Europa vertreten. Bernhard Hinterberger zeigte bereits in der Qualifikation einen Double S-Bend to blind und wollte alles klar machen.
Im zweiten Run verlor er beim Tweetybird seinen Helm. Da man ohne Helm nicht über Obstacles fahren darf, ließ er den ersten Kicker und den Slider aus. Aus irgendeinem Grund stand ihm letzte Kicker dann doch im Weg und er nutzte ihn für einen Switch Front Flip. Daraufhin mussten ihn die Judges disqualifizieren.

Raley Rodeo 360
Weit erfolgreicher waren Benni Süß und Hardy Tunnissen, die sich direkt für das Finale qualifizierten. Auch Emil Zolov aus Bulgarien hatte wenig Probleme.
Daniel Fetz stürzte in der Qualifikation und musste auf die Last Chance Runde hoffen. Dort absolvierte er einen perfekten Run mit massiver Höhe, Style und technisch schwierigsten Tricks. S-Bend blind, Front blind und Roll blind hintereinander, gefolgt von einem Transfer Boardslide 360 und einem 3er über den Kicker.
Doch nicht nur Fetzy zeigte einen sauberen LCQ Lauf. Teamkollege Chris Schinko konnte ebenfalls all seine Tricks stehen und punktete vor allem mit schönen late 360er und 540er über die Kicker. Da nur ein Fahrer aufsteigen konnte, verzichtete Schinko in einem Schiedsrichter Meeting zugunsten von Fetzy auf seine Finalteilnahme.
Dieser ließ im Finale nichts mehr anbrennen. Er brachte beide Läufe durch, zeigte 4 verschiedene „to blind“ Manöver und stand sogar seinen Wildcard Trick.
Benni Süß aus Langenfeld war der Mann des Tages. Nach einer astreinen Qualifikation überzeugte er auch im Finale und gewann verdient. Platz 2-6 waren heiß umkämpft. Sowohl Hardy Tunnissen, Emil Zolov und Patrick Vierebe konnten beide Läufe durchbringen. Am Ende wurde Hardy zweiter und Patrick komplettierte den deutschen Dreifacherfolg.
Fetzy wurde bester Nicht-Deutscher mit Platz vier.
Irgendwie kommt uns die Form des Sliders sehr bekannt vor ...
da hat wohl jemand in Feldkirchen spioniert!

Indyglide über den Kicker
Bei den Mädls hatte
Kinga Horvath einen perfekten Tag. Scarecrow und Tantrum am Kicker kombiniert mit schönen Inverts waren der Schlüssel für Platz eins. Julia Bormann (GER) wurde zweite vor der Kroatin Silvia Troselj.
Party:
Der bereits traditionelle Partybus verließ um 23:00 Uhr das Gelände Richtung Budapest. Dort wurden wir in einem Club namens Bed Beach abgeladen. Eine ziemlich lässige Location, allerdings waren wir wohl die abgef...testen Leute, die je in den Club durften.
Nebenan gab es eine Area mit Pool und Whirly, woraufhin Gerry Maurer, Robert Braun und Meikel Derndorfer gleich mal baden gingen. Als sich nach einer halben Stunde immer noch keine Mädls zu ihnen gesellten, verließen sie den Whirlpool wieder. Sie sollten aber nicht die einzigen bleiben, die mit nassen Klamotten nach Hause fahren mussten. Flo Süß traf es wohl am schlimmsten. Er flog ungewollt samt Digi-Cam in den Pool.
Es war ein hartes Wochenende, aber genau so soll Wakeboarden sein.
Text: da_griko
Pics: copyright wakeboard.ag

