Mailand ohne Results

21.06.2004

Der Tourstopp in Mailand war so konfus und schlecht abgesprochen, dass die Rider kurzerhand das Finale cancelten und nach Hause fuhren

Debakel in Milano!

Erst mal vorweg: Wakeboarder sind bei Gott keine Anspruchsvollen Leute und schon gar keine verwöhnten Stars mit Allüren.
Doch: „Genug ist Genug und ab hier gehen wir allein ...“
Der ECWT Tourstopp bleibt ein Contest ohne Results. „vive la revolution!“

Campingareal in Mailand

Während der Qualifikation verschärfte sich die Situation nochmals. Der Mailänder Bürgermeister, ein guter Freund des Discobesitzers hatte angerufen und angekündigt, dass alle Zelte am Abend das Areal verlassen müssten. Das war zuviel.

Fetzy am Kicker während der Quali

Nach einer Abzockerpartie bei der EM in Pistany 2003 und einer extrem schlecht organisierten WM in Australien fühlten sich die Rider nun endgültig angepisst. Im Rahmen eines Rider-Meetings wurde beschlossen, die Finals nicht zu fahren und vorzeitig abzureisen. Letzte Versuche des sichtlich bemühten Organisators schlugen fehl. Innerhalb von zwei Stunden waren alle Zelte abgebaut und die Rider reisten heimwärts.

Mit dieser Aktion wurde ein Zeichen gesetzt. Dass es jetzt gerade Mailand getroffen hat liegt an der Vorgeschichte der letzten Events.

Es kann einfach nicht sein, dass Wakeboarder ihr ganzes Geld ausgeben um die halbe Welt zu bereisen und dort nichts organisiert ist.
Wer sich um einen internationalen Event bemüht, hat auch dafür Sorge zu tragen, dass Mindestanforderungen erfüllt werden.


Hier geht es sicher nicht um übertriebene Ansprüche. Im Gegenteil, alle Finalteilnehmer verzichteten auf ihre European Punkte und auf die 2000 Euro Preisgeld.

Aus Österreichischer Sicht ist es besonders Schade, waren doch mit Daniel Fetz, Gerry Maurer und Robert Braun drei Rider direkt ins Finale gefahren. Für sie bedeutet es den Verlust von sicheren Punkten für die Gesamtwertung.

Wie das Council weiter entscheidet und welche Konsequenzen daraus resultieren steht noch nicht fest. Am 26. Juni geht die ECWT weiter mit Stopp Nummer 3 in Budapest.


Jan Sauer war einer der Redelsführer der Revolution,
wenn nicht politisch wird er zumindest mit seinen S-Bend to blinds in die Geschichte eingehen.

Text: el_griko
Pics: copyright wakeboard.ag