ECWT Finale Leipzig

Ein European Tour Finale sollte ja in gewisser Hinsicht einen angemessenen Höhepunkt oder gebührenden Abschluss dieser jährlichen Contest-Serie darstellen, und das diesjährige Grand Final am 24 Juli in Leipzig konnte diesen Anspruch mehr als erfüllen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Jan Täschner samt Helfern und Sponsoren mit dem Wake and Style I am Kulkwitzer See einen Event auf die Beine gestellt, der sowohl bei Fahrern und Zuschauern einen durchgehend positiven Eindruck hinterlassen hatte. Deshalb war es nur fair und auf jeden Fall die richtige Entscheidung den Jungs vom Kulki die Chance zu geben sich bei einem großen internationalen Wettkampf zu bewähren.
Schon zu Beginn der Saison wurde dieser Tag nicht nur von den Aktiven, sondern auch vom hungrigen Partyvolk mit einem dicken roten Kreuz im Kalender markiert und mit der Bemerkung „Anwesenheitspflicht“ kommentiert. Obwohl die Messlatte nach dem Erfolg von 2003 sehr hoch gesetzt war, schafften es die Organisatoren dennoch sich 2004 einmal mehr selbst zu übertreffen.
Schon allein das starke Starterfeld von 72 Fahrern aus 10 Nationen ließ einen abwechslungsreichen und spannenden Showdown der europäischen Wakeboardelite vermuten, und dank Slider, Table und Kicker war schon mal gnarly Obstacle-Action gewährleistet. Am Freitag Abend wurde den Teilnehmern erstmal die lange und oft stressige Anreise mit einem chilligen Barbecue versüßt, und es hieß freies Bier und Grillfleisch für alle, was auch die Jungs aus dem weit entfernten Israel gefreut haben dürfte.
Samstagmorgens ging es dann zu den Klängen von DJ Didi in die Qualifikation, bei der sich sowohl bei Juniors und Ladies, als auch bei den Open Men fast alle bekannten Namen durchsetzen konnten. Nach einer hart umkämpften LCQ wurde vor alle den anwesenden Zuschauern ein besonderes Schmankerl geboten, denn Kai von der Wakezone Thüringen (www.wakezone-thueringen.de) verfrachtete kurzerhand für die O2 Boat-Session seine 2004er Super Air Nautique 210 Team Edition vom Hohenwarthe zum Kulkwitzer See.
Die Bootrocker Micha „Scooby“ Skupin, Benni Süß, Bernhard Hinterberger und der 4fache Deutsche Meister Hardy Tunnissen zeigten bei ihrer einstündigen Show was an der beeindruckenden Welle so alles möglich ist. Im Anschluss bliesen bzw. schrieen die Moderatoren Clint „The Pretty“ Liddy from downunder und Wolfgang „Didi“ Dittrich zum großen Finale des Wake and Style II und zur Entscheidung der European Tour 2004.
Bei den Juniors dominierte das Ausnahmetalent Peter-Pascal Schmidt (GER) alias P2 aus dem Allgäu die Konkurrenz, und bei den Ladies konnte sich Denise de Haan (NED) auf Grund ihrer Vielzahl an inverted tricks und ihrer überragenden Höhe durchsetzen.
Bei den Open Men stand bereits vor dem Start des Finales fest, dass sich der führende Patrick Viererbe (GER) nur mit zwei Plätzen Vorsprung vor seinem Verfolger Benjamin Süß (GER) den Sieg in der Gesamtwertung sichern kann. Diese Tatsache bescherte dem Finale vor einer ansehnlichen Kulisse von knapp 1000 begeisterten Zuschauern natürlich eine außergewöhnliche Spannung und dem gejagten Mr. Viererbe zusätzliche Anspannung.
Doch der Mann an der Spitze blieb cool wie eine Nase im Winter und erkämpfte sich den taktisch wichtigen dritten Platz. Somit reichte dem Verfolger aus Langenfeld nicht einmal mehr ein Sieg und er musste sich sowohl in der Gesamtwertung, als auch beim Wake and Style II mit Rang zwei zufrieden stellen.
Denn die Krone bei diesem Tour-Finale krallte sich in überragender Manier die Maschine aus Kiefersfelden Bernhard Hinterberger, der einmal mehr unter Beweis stellte, warum er der personifizierte Terminator des Wassers ist.
Im Anschluss wurde selbstverständlich bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert. Am darauf folgenden noch leicht verkaterten Tag stand bereits für alle fest, dass ein Contestsommer ohne Wake and Style in Zukunft gar nicht mehr denkbar ist.
Ergebnisse:
Wake and Style II (European Tour Finale)
Juniors:
1. Peter-Pascal Schmidt (GER)
2. Arne Friedrichs (GER)
3. Steffen Vollerth (GER)
Ladies:
1. Denise de Haan (NED)
2. Kirsten Frohmayer (GER)
3. Yvonne Elbers (GER)
Open Men:
1. Bernhard Hinterberger (GER)
2. Benjamin Süß (GER)
3. Patrick Viererbe (GER)
European Tour Gesamtsieger
Juniors: Michael Skupin (GER)
Ladies: Kinga Horvath (HUN)
Open Men: Patrick Viererbe (GER)
Text und Fotos: Wolfgang „Didi“ Dittrich
