Gürhs gewinnt H2O Wake Parade
Ganz nach Wunsch ist die erste H2O Wake Parade am Wasserkraftwerk Gmunden verlaufen. Perfektes Wetter, volle Tribünen und hunderte Zaungäste am gegenüberliegenden Ufer sorgten für grandiose Stimmung. Während die zwei Turbinen Strom für mehr als 13.000 Haushalte in Oberösterreich produzierten, nutzen die Wakeboarder einen kleinen Teil davon, um die mobile Sesitec 2.0 Liftanlage anzutreiben. Mit spektakulären Sprüngen, Slides und Spintricks brachten Sie die Spannung zurück aufs Wasser.
Das Fahrerfeld mit 16 geladenen Ridern aus 14 Ländern und fünf Kontinenten sollte erstmals die Spezialisten aus den Disziplinen Cable, Boot und Obstacle vereinen. Auch das innovative Wettkampfformat war darauf ausgelegt, die Stärken und Schwächen zu nutzen. Im Head to Head K.O. Modus traten immer zwei Fahrer gegeneinander an. Jeder Fahrer hatte 2:45 Minuten Zeit, um in allen drei Kriterien Kicker, Slider und Air-Trick durch den Seilzug sein Bestes zu geben. Gewertet wurde jeweils nur der Beste Trick jeder Kategorie. Damit man nicht in jeder Runde denselben Lauf zeigen konnte, waren die gezeigten Tricks aus Runde eins im nächsten Durchgang tabu.
Bei der Auslosung am Freitag kamen schon einige interessante Konstellationen heraus. Besonders hart hat es den Österreichischen Red Bull Athleten Dominik Hernler getroffen. Er musste gegen das 13-jährige Wunderkind Daniel Grant aus Thailand ran. Grant konnte in seiner erst kurzen Karriere schon drei Weltmeistertitel sammeln, noch dazu in zwei verschiedenen Disziplinen, Wakeboarden und Wakeskaten. Als Spezialist am Boot und auf den Obstacles musste Hernler seine Fähigkeiten am Cable tunen, was ihm mit einem S-Bend to blind auch sehr gut gelang. Trotzdem war es am Ende um einen Punkt zu wenig und Grant war weiter.
Lokalmatador und Mitorganisator Daniel Fetz hatte sichtlich mit der Doppelfunktion zu kämpfen und stürzte am Kicker im Duell gegen den Australier Matty Hasler. Dieser nutzte die Gunst der Stunde, steigerte sich Runde um Runde, überzeugte vor allem mit extrem hohen 720s am Kicker und schaffte es verdient bis ins große Finale. Dort traf er auf den Münchner Red Bull Rider Dominik Gührs. Der Cable-Europameister ließ nichts anbrennen und besiegte sogar Daniel Grant im Semifinale. Vor allem sein Double-S-Bend to blind mit Indy Grab war eine harte Ansage für die Gegner. Im Finale musste Matty Hasler vorlegen. Dominik konterte und hatte am Ende die besseren Tricks auf seinem Judge-Konto stehen.
„Das war so ein geiler Event. Es hat richtig Spaß gemacht hier zu fahren. Ich wusste wirklich nicht, ob ich bei diesem Top Starterfeld gewinnen könnte und habe einfach alles gegeben.“, resümierte Dominik Gührs überglücklich.
Im Kampf um Platz drei wuchs der junge Thailänder Daniel Grant gegen den Ungarischen Fahrer Szebasztian Szolath noch einmal über sich hinaus und schaffte den Sprung aufs Podest.
Die erste H2O Wake Parade der Energie AG war ein voller Erfolg. Dank des perfekten Wetters waren beide Uferseiten mit begeisterten Fans gefüllt. Das kompakte Wettkampfformat bot hochkarätige Action auf 2,5 Stunden komprimiert. Auch für die Fahrer war es einer der besten Events der letzten Jahre. In der Kombination mit dem Corona Wakeboard Cup auf der Esplanade wurde Gmunden an diesem Wochenende zum Mekka der Wakeboard-Fans.
Ergebnisse H2O Wake Parade im Überblick:
1. Dominik Gührs (GER)
2. Matty Hasler (AUS)
3. Daniel Grant (THAI)
4. Szebasztian Szolath (HUN)
5. Raphael Derome (CAN)
5. Alex Leat (SIN)
5. Marc Shuster (USA)
5. Kim Yong Il (KOR)
9. Devon Nassif (RZA)
9. Nikita Martyanov (RUS)
9. Dominik Hernler (AUT)
9. Rocco van Straten (NED)
9. Felix Schneider (GER)
9. Ben Hitch (GBR)
9. Daniel Fetz (AUT)
9. Robi Pokovec (SLO)
