Dominik Hernler gewinnt Red Bull Wake of Steel

19.06.2013 - TOPSTORY

Der talentierte Sunny-Boy aus Kärnten, Dominik Hernler, belegt beim Red Bull Wake of Steel im Linzer Handelshafen Platz Eins und sichert sich damit den größten Erfolg seiner Karriere vor heimischem Publikum. Mit einem fehlerfreien Run setzte sich der 21jährige Österreicher an die Spitze eines ausgesprochen starken Fahrerfelds und begeisterte dabei die zahlreichen Zuseher.

Wake of Steel 2013 Dominik Hernler
Strahlender Sonnenschein, 12000 Zuseher und die besten Wakeboarder der Welt machen Wake of Steel zu einem einzigartigen Sommer-Festival. © Philip Platzer RedBullContentpool

Knapp 12000 Zuschauer lieferten an zwei Tagen im Linzer Handelshafen, bei sommerlichen Temperaturen, die perfekte Kulisse für die sechzehn eingeladenen Top-Wakeboarder des Red Bull Wake of Steel. Die zeigten am Samstag angespornt von so viel Begeisterung ihr ganzes Repertoire. Auf dem speziell umgebauten Frachtschiff keine Selbstverständlichkeit. Die Rider hatten beim ersten Run die Wahl zwischen Downrail, Kicker oder dem neuen Stahlträger der 15 Meter aus dem Schiff herausragte. Am Rückweg ging es über das Uprail in den Pool und von dort hatten sie die Wahl zwischen einem monströsen A-Frame, einer 24 Meter langen kinked Pipe oder einem Riffelrohr.

Zehn der Sechzehn Rider schafften den Sprung aus der Qualifikation in die head-to-head Duelle. Die Gewinner der K.O. Runde traten dann noch einmal im Superfinale gegeneinander an. Darunter niemand geringerer als der Lokalmatador Dominik Hernler, der dreifache Weltmeister Daniel Grant (GBR), Rider of the Year 2012 Raph Derome (CAN) und das Deutsche Duo Dominik Gührs, Nico von Lerchenfeld. Im Finale ging es dann Schlag auf Schlag, erst legte Dominik Hernler mit einem spektakulären Run vor danach versuchte Raph Derome zu kontern. Doch der junge Kärntner war an diesem Tag einfach zu stark. Mit einem 270 tailpress auf dem neuen Stahlträger, seinem Signature-Trick, dem Melon Mobe über den Kicker und einem 270 Pipe to Rail Transfer konnte er den Contest für sich entscheiden. „Ich bin super happy. Heimsiege sind einfach die schönsten. Die Fans sind hier in Linz sowieso immer ein Wahnsinn und wenn dann noch Familie und Freunde dabei sind macht es das zu etwas ganz besonderem. Mein Run ist mir voll aufgegangen und ich bin froh, dass ich die starke Konkurrenz hinter mir lassen konnte. Ich wollte unbedingt die Vorjahresplatzierung toppen.“ sagte ein euphorischer Dominik Hernler. Der Run, der Raph Derome auf Platz zwei katapultierte, beinhaltete einen HS-Frontside 900, einen 180 am Uprail und einen 360 Tailpress am A-frame. „Meine Tricks haben leider nicht alle 100% funktioniert. Dominik war einfach zu stark. Aber ich habe es vor diesem coolen Publikum wirklich genossen hier über das einzigartige Obstacle zu fahren.“, meinte Raph zu seiner Platzierung. Auf Platz drei landete der Deutsche Nico von Lerchenfeld. Er beeindruckte Publikum und Judges mit einem HS-Frontside 540 und einem Frontside-Lipside 270 auf der Pipe. Er zeigte sich über glücklich über seinen Podiums-Platz und meinte: „Der Tag war einfach super cool. Wetter, Set-Up und Publikum haben einfach perfekt gepasst. Ich bin froh, dass ich auf dem schwer herausfordernden Obstacle so eine Leistung bringen konnte.“

Wake of Steel Sieger Podest 13
Das Podium von Wake of Steel 2013: Der strahlende Sieger Dominik, neben dem Zweitplatzierten Raph und Nico auf dem dritten Rang. © Philipp Schuster RedBullContentpool

Mit Wakeboard-Legende Parks Bonifay (USA) konnte ein ganz besonderer Judge für den Event gewonnen werden. Dieser zeigte sich von dem extravaganten Obstacle sichtlich beeindruckt und meinte: „Normalerweise haben wir nie solch große Obstacles und schon gar nicht alles aus Stahl. Das Ding ist respekteinflößend und super spannend zugleich.“

Ergebnis:
1. Dominik Hernler (AUT) 79,33 Punkte
2. Raph Derome (CAN) 77.67 Punkte
3. Nico von Lerchenfeld (GER) 67,67 Punkte
4. Dominik Gührs (GER) 63,00 Punkte
5. Daniel Grant (GBR) 63,00 Punkte