O'Neill Wake The Line 2011
Es hieß wieder Wake The Line in Köln und damit war es Zeit für einen der innovativsten Obstacle-Only Contests der Welt und mit Sicherheit dem wichtigsten In-City Contest der Wakeboardszene.
Heuer mit neuem Untertitel "Freestyle Wakeboard Worlds", den man besser nochmal hinterfragen sollte, denn mit den zwei Verbänden gibt es schon 2x2 Weltmeisterschaften für Boot und Cable und das ist ohnehin schon zu viel.
"Wake The Line" ist "Wake The Line" und das ist für viele sowieso besser als eine WM.
Außerdem kann ein Invitational niemals Worlds-Status haben, dazu ist die Vergabe der Startplätz viel zu sehr Markenpolitisch motiviert. Da entscheiden die falschen Sticker diverser Energydrink, Boardlabel oder Obstacleanbieter über Einladung oder zu Hause bleiben. Deshalb hier der Bericht ohne Zusatztitel:
Zwischen Regenchaos und perfektem Sommerwetter zeigten die Superstars die neuesten und waghalsigsten Sprünge und Tricks auf einem Setup das seinesgleichen sucht. Jedes Jahr wird der Kurs mit neuen kreativen Obstacles geschmückt und durch die neuen Signature Elemente der Unit Teamrider einzigartig angerichtet.
Das deutsche Wunderkind Nico von Lerchenfeld konnte vor Shawn Watson und Keith Lidberg gewinnen. Nico überzeugte die Judges mit zwei fast perfekten Runs. Sein erster Lauf beinhaltete eine vom Snowboard inspirierten Kombo auf der ersten Gap und einen Switch Toeside Frontside 900. So sicherte sich Nico den ersten Platz. Shawn Watson (USA) zeigte eine konstant hochklassige Leistung u.a. seinen Signature Olé Toeside 540. Den dritten Platz sicherte sich der Amerikaner Keith Lidberg, der an der Quarterpipe in der Endsection scheiterte.
Der erst 13jährige Daniel Grant aka “Turtle” begeisterte von Beginn an Zuschauer und Judges. Als einziger war er bei Wakeboard und Wakeskate geladen und setzte dort große Namen wie Nick Taylor (USA) und Leo Labadens (FRA) massiv unter Druck. In seinem finalen Run überzeugte er mit einem cleanen Heelside Frontside 540. Der Vorjahressieger Jan Kissmann (GER) konnte seinen Triple nicht vervollständigen und wurde Zweiter, gefolgt von Andy Kolb ebenfalls aus Deutschland.
Den Wettervorhersagen konnten die Veranstalter von OʼNeill Wake The Line trotzen und verwandelten das Kölner Stadionbad zum vierten Mal in eine Wakeboard-Arena. Johannes Degenhardt freut sich über den Ausgang über OʼNeill Wake The Line – Freestyle Wakeboard Worlds 2011: „Ich habe in den letzten Wochen die Wettervorhersagen bestimmt 10 mal am Tag gecheckt, wir haben alle auf gutes Wetter gehofft und wurden nicht im Stich gelassen.”
