WorldGames Report

26.07.2005

Wakeboarden am Cable erstmals Disziplin der Wold Games. Ein ungewöhnlich seriöser Rahmen in dem sich der Sport gut präsentierte

Patrick Viererbe mit kaputtem Kreuzband, Transfer über den neuen A-Frame Slider

World Games Duisburg

Es war schon ein eigenartiger Rahmen indem sich der Wakeboard Wettkampf präsentierte. Zahlreiche Sicherheitssperren, komplettes Autoverbot innerhalb der Wedau Arena und kaum Möglichkeiten, ohne Akkreditierung wohin zu kommen.

Für Duisburg und Umgebung waren die World Games ein Mega Spektakel al' la Olympia. Für den Rest von Deutschland und Europa leider weniger bedeutend als ein normales Formel 1 Rennen. Erst im letzten Moment entschied sich das regionale Fernsehen dazu, die pompöse Eröffnungfeier live zu übertragen. (Laut Fernsehprogramm war eine Wiederholung von "der Alte" geplant)

Zuerst mussten die Cable Wakeboarder vom 18.-19. im Strandbad Wedau ran, zwei Tage später ging es dann für die Bootsrider an der Reggattastrecke zur Sache.


Cable Competition

Nach dem Qualifikationstag am Cable gab es weitere kurzfristige Änderungen. Eurosport war begeistert von der Aktion und plante Liveeinstiege während der Tour de France. Auch der WDR war mit Kamerateam angerückt.

Trotz des Eintrittspreises waren zahlreiche Zuseher an die Cable Anlage gekommen und Tribüne wie Strand waren voll. Das Moderatorenduo Lorenzo und Didi verstanden es einmal mehr, das Publikum anzuheizen.


Benni Süß in Topform, sein Signaturemove Mobius
Publikum aus dem Häuschen
Josh Rice aus Texas

In der Qualifikation wurde von 20 auf die Top 14 gecuttet. Österreichs Topstar Daniel Fetz fiel dabei einem umstrittenen Judgeurteil zum Opfer und schied aus. Im Semifinale wurden nochmals auf die letzten 10 gecuttet.

Im Finale gab jeder Rider nochmal alles. Bernhard Hinterberger versuchte gleich im ersten Run einen Vorsprung herauszufahren, stürzte aber bei der Switch Roll blind.
Nick Davis aus England war der Styleman des Wochenendes. Bereits in Langenfeld rockte er mit seinem pinkem Helm und zeigte, was man in Zukunft von dem erst 17 Jährigen noch erwarten durfte. Double S-Bend, Roll blind mit Nuclear Grab, Egg Roll 7 und vieles mehr.

Lokalmatador Benni Süß, desen Onkel Besitzer der Seilbahn ist, überzeugte mit äußerst sauberem Wakeboarding. S-Bend blind, Switch und Regular Mobius sowie feinste Toeside Tricks brachten ihm viele Punkte.


Bei den Damen gewann Dennise de Haan vor Kristen Leifels und Pauline Dryschka

Der Mann des Tages aber war Josh Rice aus den USA. Er fuhr von Quali bis Finale souverän durch und steigerte sich von Run zu Run. Ein verdienter Sieg für den Amerikaner von der Texas Ski Ranch.


Boats Competition

Am Boot war mit Gert Perauer ebenfalls ein Österreicher am Start. Über die Last Chance Qualifikation schaffte er es in das Semifinale der Top 12. Dort musste er sich nur um einen Platz geschlagen geben und erreichte als fünfter seines Heats gerade nicht das Finale. Am Ende bedeutet das für Gert Perauer Platz neun. Eine tolle Leistung für den 24 jährigen bei seiner World Games Premiere.

Auch Hardy Tunnissen rockte das Haus. Souverän ins Semifinale, dann ins Finale und am Ende Platz 6 für den Mann hinter New Wakeboards.

Gert Perauer, Pic by www.wakeboarder-pro.de

Der Sieg ging an niemand geringeren als den derzeitigen Dauerchamp Philipp Soven aus den USA. Dabei hatte es kurzfristig schlecht ausgesehen, denn im ersten Pass stürzte er beim Pete Rose.
Mit einem Tumble-turn stellte er sich zurück aufs Board, landete einen Skeezer 540 und seinen Nuclear Whirlybird 540 und griff nach Gold.

Der Südafrikaner Matt Lammers belegte Rang 2 und gewann seine erste internationale Medaille. Er überzeugte mit Pete Rose and Whirlybird 540. Platz 3 ging an den Schweizer Mattias Koban mit Tootsie Roll, KGB und Crow Mobe.

China schrieb ebenfalls Geschichte und errang mit Chen Li Li die erste Gold Medaille im Wakeboarden. Die kleine Lady landete fette Raileys und Front Flips weit ins Flat hinaus und verwies US Star Megan McNeil und die Argentinierin Robbie Rendo auf die Plätze.