1. Boards


Wakeboards sind prinzipiell eine recht dankbare Angelegenheit. Im Vergleich zu Snowboards verlieren sie weder an Härte noch werden die Kanten stumpf. Wenn ihr auf euer Material acht gebt, wird es euch viele Jahre Freude bereiten. Vorausgesetzt ihr gehört nicht zu den Fahrern, die ständig auf den neuesten Trend abfahren und jedes Jahr neuen Stuff wollen.

Mittlerweile hat sich die Form der Wakeboards auf ein gewisses Standard Maß eingependelt. Die Boards sind zwischen 120 und 145 cm lang und im Schnitt um die 42 cm breit. Wakeboards sind so genannte TwinTipps, was bedeutet, dass sie vorne und hinten (Nose und Tail) gleich sind.
Im Gegensatz zum Snowboard sind sie negativ tailliert, sprich die Boards sind wie Skateboards an den Enden schmäler als in der Mitte.

3 Finnen Set-Up mit einem recht aufwendigen Unterwasserschiff,
Nose und Tail sind geschwungen ausgeführt

Nose und Tail Ausformung
An den Enden kann man recht schnell Unterschiede feststellen, manche Boards haben gerundete Nose und Tail (so genannte Fun Shapes) andere haben Schwalbenschwanz-artige Ausformungen und wieder andere sind fast rechteckig abgeschnitten.
Das soll euch jetzt aber nicht allzu sehr beunruhigen, da es nicht so krasse Unterschiede macht. Grundsätzlich sind Fun Shapes (gerundete Enden) gut für Anfänger geeignet. Sie sind Fehler verzeihend und releasen schnell. Release bezeichnet jene Eigenschaft, wie schnell oder langsam, schwer oder leicht ein Board das Wasser oder die Wake (Bootswelle) verlässt.

Breite
Die Breite eines Wakeboards bestimmt den Auftrieb und Pop. Grosse Boardbreite bedeutet viel Auftrieb, - ein breites Tail viel Pop zum abheben.

Unterwasserschiff
Wirklich große Unterschiede finden sich bei den heutigen Boards nur im „Unterwasserschiff“. So bezeichnet man die Konstruktion der Unterseite (vgl. Belagsseite)

Eine Mittelfinne und seitlich zwei Molded-in Fins, dazwischen Channels die ebenfalls für Führung sorgen

Leicht zu differenzieren ist das Finnen Setup. Während früher jedes Board grundsätzlich mit einer Mittelfinne kam, gibt es heutzutage 2 bis 3 Finnensysteme. Die zusätzlichen Finnen werden außen neben den Rails (Kanten) platziert.


Am Boot verzichten viele Fahrer mittlerweile ganz auf die Mittelfinne und verlassen sich ausschließlich auf die Side Fins. Diese wiederum sind bei vielen Boards als so genannte Molded-in Fins ausgebildet. Molded-in Fins sind Führungsschienen die aus dem Board herauskommen.

Rocker
Einige Unterschiede im Fahrverhalten bedingt der so genannte Rocker. Das ist die Aufbiegung des Boards. Man unterscheidet hier zwischen 3-Stage Rocker und Continous Rocker. Continous bedeutet eine durchgehende gleichmäßige Biegelinie.
3-Stage bedeutet, dass die Biegelinie zweimal unterbrochen ist und somit ein Flatspot in der Mitte entsteht. Was euch mehr liegt müsst ihr selbst herausfinden, dass kommt einzig auf den persönlichen Riding Style an. Lasst euch davon am Anfang nicht zu sehr beeindrucken



Weitere Links zum Thema:
2. Bindungen
3. Montage und sonstiges