Boot oder Cable
Habt ihr euer Material beisammen, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr am Lift oder am Boot fahren wollt. Grundsätzlich ist beides gleich leicht.
Am Boot werdet ihr individuell betreut, dafür dauert es nicht so lange.
Am Lift habt ihr je nach Karte mehrere Stunden Zeit, euer Glück zu versuchen. Da Wakeboarden am Lift billiger ist, macht es wahrscheinlich mehr Sinn, die ersten Fehlversuche dort zu absolvieren.
Goofy oder Regular
Spätestens jetzt müsst ihr euch entscheiden, doch zuerst solltet ihr überhaupt wissen, was es bedeutet. Goofy sind alle Boarder, die mit dem rechten Fuß voran stehen. Als Regular werden alle diejenigen bezeichnet, die mit dem linken Fuß als vorderen Fuß am Board stehen.
Rutsch-Test: Anlaufen und auf rutschigem Boden dahin gleiten. Welchen Fuß stellst Du automatisch nach vorne? So solltest Du auch am Board stehen.
Dem Board ist es Gott sei Dank egal, die sind symmetrisch aufgebaut und genau so sollte auch die Bindung montiert sein
Anschnallen
Eigentlich müsste man „einsteigen“ sagen, die wenigsten Bindungen besitzen Buckles zum festschnallen. Taucht Board und Bindung ins Wasser und fügt etwas umweltfreundliche Flüssigseife (Fludschi) in die Bindung, damit ihr leichter rein kommt. Zieht die Straps vorsichtig auseinander und steigt in die Bindung. Vor dem Start könnt ihr euch die Seife wieder ausspülen, damit ihr vollen Halt beim Springen habt.
Der Start
Starten stellt mit Abstand das größte Problem beim Wakeboarden da. Seid ihr erst mal unterwegs, findet ihr euch schnell zu recht am Board.
Am Boot startet man aus dem Wasser, dass bedeutet folgendes:
Das Board liegt quer vor euch und ihr schwimmt zusammengekauert dahinter. Wenn das Boot Gas gibt und die Leine zu ziehen beginnt, ist es wichtig, dass ihr klein bleibt und nicht gegen den Zug arbeitet. Lasst euch Zeit bis das Board unter euch Auftrieb bekommt und steht erst dann auf. Dreht euch in Fahrtrichtung und versucht gerade aus, nur am Belag zu fahren.
Am Lift habt ihr die Wahl, aus dem Sitzen oder Stehen wegzustarten. Sitzend müsst ihr darauf achten, dass euer Körperschwerpunkt (Hüfte) sich nicht nach vorne verabschiedet. Sonst taucht ihr die Nose vorne ein und ihr macht einen auf U-Boot.
Haltet die Beine angewinkelt und das Board mittig zentriert vor euch. Wenn der Mitnehmer eingehängt wird stellt euch mit dem Zug aufs Board.
Die erste Kurve
Stellt eigentlich nur am Lift ein kleines Problem dar.
Am Boot müsst ich lediglich darauf achten, dass ihr in der Welle des Bootes bleibt, wenn euch der Fahrer das Signal zum umdrehen gibt.
Am Lift seht ihr in jeder Kurve eine Boje, die als Markierung eurer Spur dient. Bleibt immer außerhalb der Boje, damit ihr nicht an Zug verliert. Achtet auf den Mitnehmer. Wenn der um die Kurve schlägt, zieht die Hantel ein wenig zum Körper, damit ihr Spielraum habt, um nachzulassen.
Bei beiden Varianten, sowohl am Boot als auch am Lift hilft euch meist das Personal vor Ort mit anschaulichen Tipps. Oder fragt einfach jene, die schon fahren können. Wakeboarder sind eine unkomplizierte Gemeinschaft, also keine Angst.
Camps und Kurse
Wenn ihr auf Nummer sicher gehen, bzw. euch so manchen Fehler ersparen wollt, besucht einen Wakeboard Kurs oder ein Camp. Dort werdet ihr von professionellen Fahrern betreut, die euch mit Sicherheit den Spaß am Wakeboarden nahe bringen. Mit verschiedensten Methoden werdet ihr auf den Start vorbereitet, damit am Wasser nichts mehr schief gehen kann.
Wer schon besser unterwegs ist, lernt dort sehr schnell die ersten Sprünge, bis hin zu Flip-Tricks. Außerdem bieten Camps oft die Möglichkeit, verschiedenstes Material zu testen.
